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Mietvertrag: Drum prüfe, wer sich länger bindet

Letzte Aktualisierung am 20.07.2016 / Lesedauer ca. 3 Minuten
Anwalt Mietvertrag

Grundsätzliches zum Mietvertrag

Ein Mietvertrag ist schnell fertig: Schreiben Sie Namen vom Vermieter und vom Mieter auf ein Blatt Papier, ergänzen dieses um die Adresse des Mietobjekts, die Kosten für die Miete und schreiben noch dazu, wann das Mietverhältnis beginnen soll - fertig! Solche Mietverträge (oder gar mündliche Vereinbarungen) gibt es in der Praxis natürlich kaum. Die meisten Mietverträge sind demgegenüber eher zu lang als zu kurz. Auf vielen Seiten wird versucht die Konsequenzen aus allen Eventualitäten "eindeutig" zu beschreiben - und endet oftmals doch im Streit und manchmal sogar vor Gericht. Vorlagen von Mieterschutzvereinen oder Vermietervereinen wie Haus & Grund sind wohl auf einem neueren juristischen Stand, jedoch wird hier versucht, möglichst allen Mietarten und Mietobjekten gerecht zu werden und das ist natürlich schwer möglich. Was also tun?

Die Vermieter-Seite

Als Vermieter haben Sie in Ihrem Vermieterleben mit vielen Mietern zu tun. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Rechtsanwalt mit einer individuelle Mietvertrags-Vorlage für Ihr Mietobjekt zu beauftragen. Damit schaffen Sie einen soliden Grundstock für die meisten Entwicklungen, die sich bezogen auf Ihr konkretes Mietobjekt ergeben können. Zusätzlich haben Sie gleich schon den Kontakt zu einem Fachmann, der Sie im Fall der Fälle mit den neuesten Gesetzen und Verordnungen optimal begleiten kann, etwa in Bezug auf die korrekte Erstellung der Betriebskostenabrechnung. Auch beim Auszug des Mieters können ärgerliche Auseinandersetzungen, etwa zu Schönheitsreparaturen oder Kaution vermieden werden. Und haben Sie sich Gedanken über eine Mieterhöhung gemacht? Mieterhöhungen sind nicht einseitig möglich, sondern bedürfen der Zustimmung des Mieters. Eventuell ist das Vereinbaren einer Staffelmiete, einer "automatischen" Mieterhöhung also, die bessere Variante?

Die Mieter-Sicht

Wer froh ist, überhaupt eine bezahlbare Wohnung oder der Meinung ist, seine Traumimmobilie gefunden zu haben, unterliegt oftmals der Versuchung "alles" zu unterschreiben, damit das Mietverhältnis ja zustande kommt. Es ist leider mitnichten so, dass jede individuell vereinbarte Klausel mit dem Hinweis auf allgemeine Vertragsmodalitäten als rechtswidrig außer Kraft gesetzt werden kann. Was in einem Mietvertrag steht, darauf einigen Sie sich mit dem Vermieter. Juristisch werden Ihnen beiden dadurch eher weniger als mehr Grenzen gesetzt.

Kündigung Mietvertrag

Ein Mieter hat wenig Probleme, einen (privaten) Mietvertrag zu beenden. Meistens sind es drei Monate zum Monatsende, Gewissheit bringt die entsprechende Klausel im Mietvertrag. Eine große Mär ist allerdings, dass man sich Mietzins sparen kann, indem man drei Nachmieter vorschlägt. Das kann, muss der Vermieter aber nicht akzeptieren. Um den Auszug möglichst harmonisch zu gestalten, bietet sich eventuell an, sich über die "üblichen" Streitpunkte vorab schriftlich zu verständigen. Wie beim Vereinbaren des Mietvertrags haben die Vertragsparteien hier viele Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings gilt auch hier: Was unterzeichnet wurde, gilt zunächst einmal. Auch ein Richter stützt sich bei seinen Urteilen gerne auf solche Schriftstücke. Der Vermieter hat es ungleich schwerer, ein Mietverhältnis zu kündigen. Der gesetzlich verankerte Mieterschutz wiegt meist sehr viel schwerer als das Recht des Vermieters auf sein Eigentum. Allerdings kommen jüngste Rechtsprechungen dem Vermieter etwas entgegen. So wurde die Kündigung wegen Eigenbedarf weiter gefasst und dem Vermieter auch bei der Räumungsklage (Mietnomade) mehr Möglichkeiten eingeräumt. So kann eine Eigenbedarfskündigung etwa auch bei einer Zweitwohnung greifen und der Vermieter seine Wohnung mit Hilfe der Berliner Räumung schneller wieder sein Eigen nennen.

Anwaltliche Beratung bei Streitigkeiten

Gibt es bereits Streitigkeiten mit dem Vermieter, sollten Sie in jedem Fall anwaltliche Unterstützung holen. Oftmals entpuppt sich eine wasserdichte Formulierung als nichtige Klausel, die Sie nicht beachten müssen und der Rückzahlung der Kaution beispielsweise nicht im Wege darf - wobei ein Rechtsanwalt hier oft sehr überzeugend sein kann.


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