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Patientenanwalt: Die Rechte der Patienten

Letzte Aktualisierung am 20.07.2018 / Lesedauer ca. 3 Minuten
Ein Patientenanwalt vertritt Patienten, die Probleme mit dem Krankenhaus, dem Arzt, mit einer Versicherung oder mit einem sozialen Träger haben. Oftmals verfügen Patientenanwälte über einen Fachanwalt in Medizinrecht oder / und Versicherungsrecht.

Die Befunderhebung

Bereits bei der Befunderhebung können dem Arzt Fehler unterlaufen. Und eine falsche Befunderhebung kommt in der Praxis häufiger vor als viele Patienten glauben. Geht der Arzt einmal in die falsche Richtung, ergeben sich Folgefehler, viele davon können auf eine ungenügende oder falsche Befunderhebung zurückgeführt werden. Die Fragen des Arztes können in die falsche Richtung führen, er kann den Patienten ungenügend untersuchen, die falschen Befunde einholen oder deren Ergebnisse falsch interpretieren. So kann die Diagnose fehlerhaft und der Therapieansatz falsch gewählt sein.

Die Aufklärung

Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Aufklärung gibt es einen großen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Meist unter Zeitdruck legt der Arzt dem Patienten das Aufklärungsformular während des Gesprächs einfach vor, ohne ihm den Inhalt des Schreibens genau zu erörtern. Das ist aber genau der Sinn des Aufklärungsgesprächs: Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten vollständig aufzuklären. Die meist vorgefertigten Formulare dürfen nur als Merkblatt oder als Ergänzung dienen und ersetzen keineswegs die umfassende, persönliche Erläuterung.

Aufklärungspflicht: Die wichtigsten Punkte

Der Arzt muss seinen Patienten insbesondere aufklären
  • über den Eingriff selbst, dessen Verlauf und die möglichen Risiken
  • über die Erfolgschancen
  • über mögliche Behandlungsalternativen
Der Patient soll damit alle Werkzeuge in der Halt halten, um eine selbstbestimmte, bewusste Entscheidung treffen zu können.

Der Behandlungsfehler

Schlägt die gewählte Behandlungsform nicht wie gewünscht an oder gibt es Komplikationen, stehen schnell die Begriffe Behandlungsfehler / Diagnosefehler bzw. Ärztepfusch im Raum. Aus juristischer Sicht liegt dann ein Behandlungsfehler vor, wenn der Arzt gegen geltende Regeln und Standards der Medizin-Wissenschaft verstoßen hat. Im Klartext: Der Arzt hat den Patienten nicht so behandelt wie es aus medizinischer Sicht heutzutage üblich ist. "Üblich", das sind Behandlungsweisen, auf die sich medizinische Fachleute verständigt haben, weil sie sich bewährt haben. Solche Entscheidungsprozesse sind für Laien oftmals nicht so leicht nachzuvollziehen. Zudem gilt der oberster Merksatz: Der Arzt schuldet dem Patienten eine fachgerechte Behandlung, nicht die Heilung. Welcher Krankheitsverlauf ist nun einer falschen Behandlung, welcher einer nicht eintretenden Heilung geschuldet?

Behandlung heißt auch Nachsorge!

Zu einer vollständigen Behandlung gehört auch eine umfassende Nachsorge. Auch bei der Nachsorge können Behandlungsfehler entstehen; etwa wenn der Arzt den Patienten nicht vollständig einweist, wie er mit der Wundbehandlung fortfahren oder verschriebene Medikamente korrekt einnehmen muss. Gerade mit einer falschen Medikamenteneinnahme oder mit risikoreichen Medikamente haben viele Patienten zu kämpfen, wenn die Behandlung eigentlich schon abgeschlossen scheint.

Die Krankenakte

Egal in welchem Behandlungsstadium Sie oder Ihre Angehörigen sich befinden, als Allererstes benötigen Sie die Krankenakte. In einer Krankenakte oder Patientenakte ist die Anamnese, die Diagnose und der gewählte Therapieansatz dokumentiert. Außerdem sind dort alle zu Hilfe genommenen Untersuchungsergebnisse, wie Röntgenbilder, Blutwerte etc. enthalten. In der Theorie haben Sie das Patientenrecht auf eine Kopie Ihrer Krankenakte. In der Praxis "verschleppt" sich das Kopieren der Krankenakte oftmals. Klar: Das Krankenhaus und dessen Ärzte haben wenig Interesse daran, Ihnen alle Fakten schwarz auf weiß zu übergeben. Sie benötigen Ihre Akte aber schnellstmöglich....

Hilfe vom Fachmann, Hilfe vom Patientenanwalt

Fachkundige Hilfe, die wirkt, erhalten Sie nur bei ausgewiesenen Patientenanwälten. Sie können den notwendigen Druck auf das Klinikpersonal ausüben, um an Ihre Krankenakte zu kommen. Sie haben die notwendige Erfahrung, wenn es um Diagnosefehler oder Behandlungsfehler geht. Sie beratschlagen sich regelmäßig mit erfahrenen Kollegen und ziehen falls nötig Gutachter zu Rate, die ihre Argumentation stützen. Sie erreichen regelmäßig Forderungen wie Schadensersatz und Schmerzensgeld und bewegen die Versicherungsgesellschaften zur Auszahlung der Leistungen aus Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer anderen Zusatzversicherung. Auch bei Streitigkeiten mit den sozialen Trägern können Patientenanwälte entscheidend weiterhelfen. Wählen Sie für Ihr Problem oder Ihre Frage als Patient oder als Angehöriger eines Patienten einen ausgewiesenen Patientenanwalt.


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