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Alimente: Kann das Geld fair verteilt werden?

Letzte Aktualisierung am 26.10.2018 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Bei einer Scheidung geht es in vielen Fällen um die Frage, ob das vorhandene Geld gerecht verteilt werden kann. Insbesondere die Frage nach der Unterhaltshöhe beschäftigt die Gerichte immer wieder. Die Düsseldorfer Tabelle ist zwar ein guter Maßstab. Doch Lebensverhältnisse und Einnahmensituationen verändern sich. Und der Unterhalt muss unter Umständen häufiger angepasst werden.

Was sind Alimente?

Das Wort Alimente bedeutet im Französischen in etwa "Nahrung", "Fütterung" oder "Lebensmittel". Mittlerweile hat sich sprachlich eher der Begriff "Unterhalt" durchgesetzt. Juristisch korrekt heißt es Bar- oder Geldunterhalt. Klar ist jedoch, was damit gemeint ist: die hinreichende Versorgung der gemeinsamen Kinder und - zumindest eine gewisse Zeit lang - die des Ex-Partners. Und in unserer Gesellschaft passiert die Versorgung mit Essen, Kleidung usw. in der Regel mittels Geldzahlungen.

Wer hat Anspruch?

Alimente beanspruchen können die gemeinsamen Kinder und unter Umständen der Ex-Partner in Form von Trennungsunterhalt . Auch nachehelicher Unterhalt kann relevant werden. Allerdings: Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld vorhanden ist, sondern ob der Ex-Partner bedürftig im Rechtssinne ist - mitunter ein großer Unterschied.

Wer muss bezahlen?

Generell kann man sagen: Der Partner ohne Kinder muss für die Kinder, die beim Ex-Partner wohnen, Unterhalt zahlen. Normalerweise ist dies der Vater, denn meistens leben die Kinder bei der Mutter und der Vater war und ist auch der Hauptverdiener. Das Recht auf Unterhaltszahlungen ist jedoch nicht geschlechtsspezifisch. Auch der Vater hat einen Anspruch auf Unterhalt für die Kinder, wenn diese bei ihm wohnen und er deshalb gar nicht oder nur wenig arbeiten kann.

Wie viel muss bezahlt werden?

Einer der wohl schwierigsten Bereiche im Familienrecht ist die korrekte Berechnung des Unterhalts. Diese erfolgt in der Regel mit Hilfe der Düsseldorfer Tabelle. Wie angesprochen, kommt es nicht darauf an, wie viel ein Partner netto verdient, sondern wie viel seines Einkommens "unterhaltsrelevant" ist. Der zur Zahlung verpflichtete Partner kann also diverse Abzüge geltend machen. Das kann die Rate für den gemeinsamen Hauskredit sein. Oder vielleicht muss er bereits für ein Kind aus einer anderen Ehe Unterhalt bezahlen. Dadurch können die Zahlungen sehr viel geringer ausfallen als sich das der andere Partner erhofft hatte. Achtung: Die Ermittlung des Unterhalts muss rechtens sein, ob sie gerecht ist, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem muss sie schnell erfolgen, denn es gilt, akute Kosten decken zu können.

Hilfe vom Anwalt für Familienrecht

Die Alimente bzw. den Unterhalt schnell und korrekt ermitteln, kann am besten ein Rechtsanwalt. Kontaktieren Sie deshalb gleich hier unverbindlich einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht.


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