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Aufenthaltsbestimmungsrecht: Wo sollen die Kinder leben?

Wer erhält das Sorgerecht - Kernfrage einer Scheidung. Im Detail muss hierbei aber auch immer die Frage beantwortet werden, wo sich die Kinder aufhalten. Regeln dazu beinhaltet das Aufenthaltsbestimmungsrecht .

Was bedeutet das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

Normalerweise können beide Eltern gemeinsam bestimmen, wo die Kinder leben sollen. Sie teilen sich also das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Manchmal ist dies jedoch so nicht möglich. Häufig ist dies der Fall, wenn ein Elternteil umziehen möchte oder muss. Um längere Sorgerechtsverfahren zu vermeiden, beantragt dieses Elternteil dann meistens das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Wer dieses zugesprochen bekommt, kann dann frei entscheiden, wo die Kinder leben sollen. Allerdings: Wichtige Entscheidungen in Bezug auf das Kind, die unter das Sorgerecht fallen, darf derjenige auch weiterhin nicht alleine treffen.

Gibt es ein ungeschriebenes Gesetz?

Mittlerweile wird Sorgerecht oder Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht mehr automatisch der Mutter zugesprochen. Die Richter sollen bei ihrer Entscheidung allein das Wohl der Kinder berücksichtigen. Die Trennung der Eltern ist für sie bereits hart genug. Deshalb wird versucht, den neuen Lebensabschnitt so normal wie möglich zu gestalten und so wird meist demjenigen das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen, der sich bereits vor der Trennung hauptsächlich um die Kinder gekümmert hat und - ganz wichtig: dies auch nach der Trennung weiter wahrnehmen kann. Übrigens "verliert" das andere Elternteil sein Kind durch die Abgabe des Aufenthaltsbestimmungsrechts nicht. Es hat nach wie vor das Umgangsrecht bzw. Besuchsrecht. Über die Art und Weise der Treffen müssen sich die Eltern bei größerer Entfernung dann unter Umständen neu einigen (längere Besuchsphasen während der Ferien z.B.).

Antrag kann auch abgelehnt werden

Der Antrag in Bezug auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist kein "Selbstläufer". Dieser kann durchaus auch abgelehnt werden. So im Falle einer Mutter, die mit ihren Kindern eine lange Segelreise mit anschließendem festen Umzug nach Griechenland plante. Das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht wurde ihr nicht gewährt. Dieses bekam vielmehr der Vater zugesprochen. Er hatte darauf gepocht, dass die Kinder in Deutschland bleiben und eine Schulausbildung abschließen sollten (Beschluss vom 15.11.2010 – Az.: 8 WF 240/10).

Häufige Fragen

Geht es um das Aufenthaltsbestimmungsrecht stellen sich viele Eltern folgende Fragen:
  • Wie kann ich das alleine Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalten? Muss ich dieses auch bei einer Urlaubsreise beantragen oder muss der Ex jeder einzelnen Reise zustimmen?
  • Stichwort Unterhalt: Muss der Kindesunterhalt durch Umzug neu berechnet werden, beispielsweise, wenn die Kosten am neuen Standort wesentlich höher sind als vorher?
  • Wie kann ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalten, wenn ich vorher weniger Kontakt zu den Kindern hatte, dies aber nun ändern möchte?

Anwalt für Familienrecht

Sie sehen: Mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht ist die Beantwortung vieler, weiterer Fragen verbunden. Ohne einen erfahrenen Rechtsanwalt an Ihrer Seite werden Sie nicht Ihre gewünschten Ziele erreichen oder mit dem Ex-Partner vielleicht über Dinge streiten, über die es eigentlich nichts zu streiten gibt. Kontaktieren Sie deshalb gleich hier unverbindlich einen erfahrenen Anwalt Familienrecht.

Letzte Aktualisierung am 2016-04-13

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