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Ehegattenunterhalt: möglichst frühzeitig Rechtsberatung einholen!

Letzte Aktualisierung am 18.12.2017 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Verschiedene Formen von Ehegattenunterhalt

Der Oberbegriff "Ehegattenunterhalt" wird in der Praxis weiter unterschieden, je nachdem in welcher Phase der Trennung sich die ehemaligen Partner befinden. So heißt die genaue Bezeichnung "Trennungsunterhalt", wenn es um die Phase ab Trennung bis zur rechtskräftigen Scheidung geht und "nachehelichen Unterhalt", wenn es um die Phase nach der Scheidung geht.

Grundsätzliches zum Trennungsunterhalt

Die Berechnung des Unterhalts für den Ex-Partner ist von der Phase der Trennung abhängig. Geht es um den Trennungsunterhalt, ist eigentlich nur eine Voraussetzung maßgebend: Der unterhaltsberechtigte Ex-Partner hat weniger Geld zur Verfügung als der andere Ehegatte. Das bedeutet, auch wenn beide Partner durch ihrer Jobeinkünfte finanziell alleine klar kämen, wird -theoretisch- hälftig geteilt. Grund: Während der Ehe steht jedem Partner -theoretisch- die Hälfte des Gesamteinkommens zu. Dies gilt -wiederum theoretisch- auch in den Fällen, in denen die Ehefrau vor der Trennung z.B. gar nicht gearbeitet hat. Die Berechnung des Trennungsunterhalts scheint also recht einfach zu sein. Ist es -praktisch- aber leider in den wenigsten Fällen. Denn es geht nicht um das "Durch-Zwei-Teilen" von Nettoeinkommen, sondern um das Aufteilen des so genannten unterhaltsrelevanten Einkommens. Und dieses kann von vielen Faktoren beeinflusst sein. Verbleibt ein Ehegatte z.B. in einer Eigentumswohnung wohnen wird der Mietzins seinem Nettoeinkommen quasi als Einnahme hinzuaddiert. Es gibt aber auch "fiktive" Einnahmen: Hat eine Ehefrau praktisch keine Einnahmen, könnte aber aufgrund keiner oder großer Kinder einen gewissen Betrag verdienen, wird diese "Einnahme" zu ihren Lasten dazu gezählt. Dies kann dazu führen, dass sie gar keinen oder nur einen sehr geringen Unterhaltsanspruch hat. Noch komplizierter gestalten sich alle Fälle, in denen ein Partner (oder beide) selbstständig sind und schwankende Monatseinkünfte haben.

Dauer des Trennungsunterhalts

So kompliziert die Berechnung des Unterhalts einerseits ist, so einfach kann die Frage nach der Dauer beantwortet werden. Der Anspruch auf Trennungsunterhalt - sofern es einen gibt - gilt bis zu einer rechtmäßigen Scheidung. Danach kann ggf. nachehelicher Unterhalt greifen. Dieser muss jedoch getrennt beantragt werden.

Grundsätzliches zum nachehelichen Unterhalt

Ist sich die Berechnung des Trennungsunterhalts bereits kompliziert, wird es beim nachehelichen Unterhalt meist nicht einfacher. Denn: Um nachehelichen Unterhalt zu erhalten, muss in aller Regel bewiesen werden, dass der Einkommensunterschied ("Ich habe weniger Einkommen - daher einen Nachteil"), also der finanzielle schlechtere Situation, seine Ursache in der Ehe hat. Einfaches Beispiel: Ein Partner hat einen solchen Nachteil, wenn er während der Ehe die gemeinsamen Kinder betreut hat und aus diesem Grund nicht arbeiten gehen konnte. Die "Beweisbarkeit von Kindern" ist natürlich einfach, hier ein anderes Beispiel: Die Ehefrau ist während der Ehe krank geworden - leidet z.B. unter einer Depression - und kann deshalb nicht arbeiten. Hier ist der Nachweis schon schwieriger. Und immer stellt sich die Frage: Mit welchem Betrag kann dieser Nachteil "gerecht" ausgeglichen werden.

Vorsicht: Unterhaltsanspruch kann auch "verfallen"!

Eine Trennung ist oftmals mit viel Leid verbunden, trotzdem sollten sich die Partner unbedingt frühzeitig mit den finanziellen Folgen für die eigene Person befassen. Denn: Wichtig für die Unterhaltsberechnung ist nicht nur, dass man generell Anspruch darauf hat, sondern auch zu welchem Zeitpunkt man diese Ansprüche geltend macht. Sind die Partner zum Beispiel schon länger getrennt und ein Partner ausgezogen, verfällt in aller Regel der Anspruch auf Trennungsunterhalt! Keine Frage: In Sachen Trennung und Scheidung sollten Sie möglichst schnell einen Rechtsanwalt an Ihre Seite holen.


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