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Beide Elternteile sind zum Kindesunterhalt verpflichtet

Letzte Aktualisierung am 05.12.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Grundsätzliches zum Kindesunterhalt

Beim Unterhalt gilt es zwei Ansprüche zu unterscheiden: den so genannten Naturalunterhalt und den Barunterhalt. Klingt recht trocken, gemeint ist folgendes: Wenn sich die Eltern für eine Trennung und später eine Scheidung entscheiden, lebt das Kind normalerweise bei einem der beiden Elternteile. Dieser erbringt den Naturalunterhalt, sorgt also für Essen, beaufsichtigt /betreut das Kind und erzieht es. Der andere Elternteil muss seinen Part in Form von Barunterhalt = Bargeld erbringen. Er überweist also einen festzulegenden Betrag und leistet somit seinen Beitrag für das Kind. Die Übergänge sind natürlich fließend: Auch der unterhaltspflichtige Partner erzieht das Kind, zumindest in den Zeiten, in denen das Kind bei ihm ist.

Höhe des Barunterhalts

Die Höhe des finanziellen Unterhalts wird aufgrund des Einkommens des Unterhaltspflichtigen festgelegt. Zudem hängt die Höhe vom Alter / Bedarf des Kindes ab. Eine gute Grundlage bietet die so genannte Düsseldorfer Tabelle. Diese wird in regelmäßigen Abschnitten aktualisiert, d.h. den aktuellen Lebenshaltungskosten angepasst. Weiter gilt:
  • zwischen ehelichen und unehelichen Kindern wird beim Unterhalt nicht unterschieden
  • Unterhalt zahlt immer das leibliche Elternteil, nicht der neue Lebenspartner
  • Ist das Kind 18 Jahre alt geworden, gelten neue Regeln: Nun sind beide Eltern zur Bargeldleistung verpflichtet; und zwar bis zum ersten Berufsabschluss des Kindes. Kosten für Wohnraum, Essen etc. können ggf. angerechnet werden.

Sonderfall bei Alleinerziehenden

Alleinerziehende haben meist sofort existenzielle Sorgen, wenn der Ex-Partner die Unterhaltszahlung verweigert. Hierfür wurde der Unterhaltsvorschuss eingeführt. Ab Januar 2017 gilt dieser Vorschuss für Kinder bis zum 18. Lebensjahr (vormals 12. Lebensjahr). Der Antrag ist beim zuständigen Sozialträger zu stellen und beträgt zwischen 150 - 200 Euro, abhängig vom Mindestunterhalt und abzüglich von Kindergeld oder ggf. weiterer Sozialleistungen.

Die verschiedenen Zeitabschnitte gut meistern

Es gibt also mindestens zwei Zeitabschnitte, für die die Eltern eine funktionierende und faire Unterhaltsregelung finden müssen: für die Dauer des Heranwachsens sowie die der Ausbildung des Kindes. Im Einzelfall müssen viele Fragen beantwortet werden; egal ob das Kind mehrmals zwischen den Elternteilen hin- und herwechselt oder ob es um Zusatzkosten wie z.B. medizinische Behandlungen geht: Eine gute Beratung lässt hier erst gar kein "Gewitter" aufkommen. Kontaktieren Sie einen Anwalt für Familienrecht und legen Sie die nächsten Schritte in Ihrem Fall fest.


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