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Scheidung: Manche Kosten kann man sich tatsächlich sparen

Letzte Aktualisierung am 19.12.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Scheidung: Ein Neubeginn - auch finanziell

Prinzipiell darf man sich bei einer Scheidung nichts vormachen. Das Geld wird nicht mehr, sondern meist hälftig geteilt (bei der Zugewinngemeinschaft) oder man muss künftig quasi ausschließlich mit seinen eigenen Ersparnissen zurechtkommen (bei der Gütertrennung). Auch räumlich müssen sich die meisten Scheidenden verkleinern. Klipp und klar: Eine Scheidung ist ein spürbarer Neuanfang und viele Menschen fangen nach einer Scheidung finanziell bei "0" an. Darüber sind sich die meisten Menschen auch im Klaren. Aber: Die meisten von uns kennen Berichte von Bekannten oder Freunden, bei denen die Scheidung an sich hohe Kosten verursacht hat und fragen sich: Wie lassen sich die Kosten für die Scheidung kontrollieren?

Kosten sparen während der Scheidung

Die meisten Kosten für die Scheidung kann man dadurch sparen, indem man sich über die Aufteilung der Sach- und Geldwerte einig ist, was bei zirka 70 Prozent aller Scheidungen tatsächlich der Fall ist. Eine so genannte einvernehmliche Scheidung ist also immer noch am günstigsten.

Unser besonderer Tipp

Einfach, schnell und kostengünstig kann eine Scheidung durch die so genannte Scheidungsfolgenvereinbarung werden. Mit dieser Möglichkeit möchte der Gesetzgeber vor allem die Gerichte entlasten. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung kann inhaltlich ganz unterschiedlich ausfallen. In den allermeisten Fällen wird der Versorgungsausgleich ausgeschlossen, auf Ausgleichszahlungen verzichtet und Höhe und Laufzeit von Unterhaltszahlungen genau festgelegt.

Ein Anwalt lässt sich nicht einsparen

Die Kosten für einen Anwalt muss man bei jeder Scheidung tragen. Denn auch bei einer "friedlichen Scheidung" gilt: Den Scheidungsantrag, durch den die Scheidung erst erfolgen kann, darf nur ein Rechtsanwalt stellen (Anwaltszwang). Hintergrund: Damit soll verhindert werden, dass jemand aus Unwissenheit oder falscher Recherche für den Rest seines Lebens mit großen Nachteilen leben muss. Auch bei Scheidungen in jungen Jahren sollte die Rente im Blick behalten werden. Setzen Sie deshalb auf eine frühzeitige Beratung durch einen erfahrenden Rechtsanwalt für Familienrecht / Scheidungsrecht.

Scheidungskosten bei der Steuer absetzbar?

Die Antwort lautet "jein". Der Gesetzgeber hat der Absetzbarkeit von Scheidungskosten zwar seit 2013 einen Riegel vorgeschoben. Aktuelle Urteile bestätigen aber, dass Gerichts- und Rechtsanwaltskosten nach wie vor absetzbar sind. Auf Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt oder Kosten für den Versorgungsausgleich trifft dies indes nicht zu (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10.3.2016, VI R 69/12).

Übrigens

Bevor Sie nicht rechtskräftig geschieden sind, müssen Sie Einnahmen mit Ihrem Ex hälftig teilen: So veräußerte eine Ehefrau kurz vor dem Scheidungstermin das Familienauto. Das Gericht entschied zusammengefasst: Gemeinsames Eigentum bleibt gemeinsames Eigentum. Die Frau muss ihrem künftigen Ex die Hälfte des Verkaufs als Schadenersatz ausbezahlen (OLG Stuttgart, Beschluss v. 18.02.2016, Az.: 16 UF 195/15).


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