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Kategorie: Anwalt Verwaltungsrecht , 17.07.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Verbraucherschlichtung – Positive Tendenz für die außergerichtliche Streitbeilegung

Verbraucherschlichtung – Positive Tendenz für die außergerichtliche Streitbeilegung © goodluz - Fotolia

Am ersten April 2016 trat das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz in Deutschland in Kraft. Für Verbraucher eröffnete es die Möglichkeit, Ansprüche gegenüber Unternehmen schnell und ohne hohes Kostenrisiko geltend zu machen. Ein aktueller Schlichtungsbericht des Bundesamts für Justiz zeigt, dass die Zahl der Schlichtungsstellen und der Schlichtungsanträge in den letzten zwei Jahren gestiegen sind.

Das regelt das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz


Im Wesentlichen regelt das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz, die Anforderungen an die vorhandenen oder noch zu etablierenden branchenspezifischen Verbraucherschlichtungsstellen. Diese Verbraucherschlichtungsstellen werden bundesweit eingerichtet. Sie müssen behördlich anerkannt werden.

Darüber hinaus gibt es eine allgemeine Schlichtungsstelle „Zentrum für Schlichtung“ in Kehl, die für alle Fälle zuständig ist, für die es keine branchenspezifische Schlichtungsstelle gibt. Verbraucher erreichen sie unter www.verbraucher-schlichter.de.
Des Weiteren werden im Verbraucherstreitbeilegungsgesetz die Anforderungen an den Streitmittler festgelegt. Der Streitmittler muss bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, um die Unabhängigkeit und Neutralität der Verbraucherschlichtungsstelle zu gewährleisten.

Verbraucherschlichtungsbericht zeigt positive Tendenz


Das Bundesamt für Justiz hat nun nach zwei Jahren in seiner Funktion als Zentrale Anlaufstelle für Verbraucherschlichtung einen Verbraucherschlichtungsbericht veröffentlicht. Dieser zeigt einen Anstieg von 11 Prozent bei den Schlichtungsanträgen - im Jahr 2016 erfolgten 61.694 Schlichtungsanträge, im Jahr 2017 wurden 68.538 Schlichtungsanträge gestellt.


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