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Bürgschaft kann auch vererbt werden!

Bürgschaft - nett aber gefährlich

"Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte" - wer Schillers Ballade "Die Bürgschaft" noch kennt, weiß, dass eine Bürgschaft auch im richtigen Leben ein kompliziertes Dreiecksverhältnis ist. Für eine Schuld zu bürgen, die nicht die eigene ist, birgt Unheils-Potenzial. Doch genau das tut der Bürge. Er steht mit seinem Wort (und seinem Geld) für die Verpflichtungen eines Schuldners ein. Fehlt noch der dritte Mann im Bunde, der Gläubiger. Erfüllt der Schuldner seine Pflicht gegenüber dem Gläubiger nicht, hält der Gläubiger sich an den Bürgen. Deren gegenseitige Pflichten regelt ein Vertrag. In der Ballade wird der Bürgschaftsvertrag mit dem Wort besiegelt, im richtigen Leben zählt das Wort rein gar nichts. Es muss ein schriftlicher Bürgschaftsvertrag zwischen Gläubiger und Bürgen geschlossen werden.

Die Bürgschaft ist eine Sicherheitsleistung

Die Bürgschaft ist eine von mehreren Möglichkeiten eines Schuldners, seinem Gläubiger gegenüber eine Sicherheit zu leisten. Andere Möglichkeiten der Sicherheitsleistung sind z.B. Hypotheken, das Hinterlegen von Geld oder Wertpapieren, das Abtreten von Lebensversicherungen, Verpfänden von Gegenständen usw. Im Fall von Immobilienfinanzierungen nehmen Banken zur Absicherung von Krediten gerne erstrangige Grundschulden als Sicherheit. Sind die bereits vergeben / nicht vorhanden, lassen sie sich auch schon mal auf eine Bürgschaft ein. Voraussetzung ist natürlich, dass der Bürge entsprechend solvent ist.

Der Immobilienkredit

Wird ein Immobilienkredit durch eine Bürgschaft abgesichert, ist der Schuldner ("Hauptschuldner") der Kreditnehmer und die Bank der Gläubiger. Akzeptiert die Bank eine Bürgschaft als Sicherheit, schließt sie mit dem Bürgen einen Bürgschaftsvertrag, einen so genannten einseitig verpflichtenden Vertrag - einseitig deshalb, weil der Bürge durch diesen Vertrag nur Pflichten hat, die Bank dagegen nur Rechte. Sie hat damit im Notfall zwei Personen, an die sie sich halten kann.

Was passiert, wenn ....?

Der Notfall: Der Hauptschuldner kann seine Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht (mehr) erfüllen; er stellt zum Beispiel die Ratenzahlungen für den bestehenden Kredit ein. In diesem Fall muss sich der Gläubiger eigentlich zunächst an den Hauptschuldner halten und bei ihm alle Möglichkeiten versuchen, die Schulden einzutreiben. Bei einer gewöhnlichen Bürgschaft ("Ausfallbürgschaft") könnte der Bürge jegliche Zahlung verweigern, bis der Gläubiger alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft hat, den Hauptschuldner in die Pflicht zu nehmen (der übliche Weg über Mahnbescheid - vollstreckbarer Titel - Zwangsvollstreckung). Erst dann wäre der Bürge an der Reihe.

Praxis: die selbstschuldnerische Bürgschaft

In der Realität lassen sich Kreditgeber auf diese Praxis kaum ein. Das Risiko ist ihnen schlicht zu groß. Im Bürgschaftsvertrag wird mit dem Bürgen daher eine so genannte selbstschuldnerische Bürgschaft vereinbart. Bei Zahlungsverzug des Schuldners geht es fix und ohne Umschweife dem Bürgen ans Portemonnaie. Im Falle einer selbstschuldnerischen Bürgschaft wird der Bürge so behandelt, als sei er selbst der Schuldner.

Eine Bürgschaft kann ein Risiko sein

Eine Bürgschaft ist wesentlich mehr als eine reine Formsache. Die Antwort auf die Frage "Kannst Du für mich bürgen" will wohl überlegt sein. Gerade weil sie oft von Freunden, Verwandten oder Familienangehörigen gestellt wird, kann sie einen verpflichtenden Charakter bekommen. Da fällt ein mutiges "Nein" schwerer als ein schnelles "Ja". Edle Motive sind gefährlich. Geht was schief mit der Bürgschaft, ist nicht nur das eigene Geld, sondern mit Sicherheit auch die Freundschaft oder die Beziehung im Eimer. Bürgschaften haben einen weiteren Aspekt, der mit Vorsicht zu genießen ist: Sie reichen über das Leben hinaus. Verstirbt der Bürge, gehen die Verpflichtungen aus dem Bürgschaftsvertrag auf die Erben über. Die Bürgschaft erlischt erst dann, wenn die Forderungen des Gläubigers getilgt sind.

Nicht ohne einen Anwalt

Ohne anwaltlichen Rat und genaue Vorstellungen von den möglichen Konsequenzen sollte man sich nicht auf eine Bürgschaft einlassen. Es steht viel auf dem Spiel. Entschließen Sie sich doch dazu, führen Sie zuvor ein Beratungsgespräch mit einem Anwalt. Der kann Ihnen guten Rat geben und Hinweise darauf, wo Ihre persönlichen Risiken liegen. Wenden Sie sich also je nach Bürgschafts-Inhalt an einen Anwalt für Immobilienrecht, Mietrecht oder Bankrecht / Kapitalmarktrecht.

Letzte Aktualisierung am 2016-08-08

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