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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht , 24.08.2017 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Hochwasser – Wann zahlt die Versicherung?

Hochwasser – Wann zahlt die Versicherung? © mko - topopt

Unwetter – wie zuletzt in Niedersachsen - führen in den letzten Jahren immer wieder zu starken Überschwemmungen mit verheerenden Folgen für Haus und Hof der Hochwasseropfer. Die einzige Hoffnung ist da die Versicherung, doch die reguliert nicht in jedem Fall den entstandenen Schaden.

Welche Versicherung zahlt für Hochwasserschäden?


Hochwasseropfer die lediglich eine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben, gehen bei Hochwasserschäden leer aus. Diese Schäden werden nur von einer Elementarversicherung übernommen. Wer also in Gebieten mit Überschwemmungs- oder Hochwassergefahr wohnt, sollte seinen Versicherungsschutz dahingehend überprüfen und ggfs. Erweitern.

Hochwasserschaden schnell melden!


Ist es zu einem Hochwasserschaden am Haus oder im Haus gekommen, muss die Versicherung unverzüglich vom Schadensfall informiert werden. Es empfiehlt sich dies nicht nur telefonisch, sondern aus Beweisgründen auch schriftlich zu tun. Eine Aufstellung von allen Schäden ist dabei hilfreich.

Hochwasserschaden nicht schnell beseitigen!


Die Schäden, die das Hochwasser angerichtet hat, dürfen erst beseitigt werden, wenn ein Gutachter der Versicherung alles in Augenschein genommen hat. Lediglich Gefahrenstellen dürfen sofort beseitigt werden.

Hochwasserschaden auch bei Rückstau?


Eine Versicherung kann in ihren Versicherungsbedingungen festlegen, dass ein sog. Rückstau erst dann vorliegt, wenn Wasser aus den Rohren in das Wohngebäude eindringt und nicht schon dann gegeben ist, wenn das Rohrsystem kein Wasser mehr aufnehmen kann. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 20 U 23/17).


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