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Mietrecht , 12.02.2016

Miete: Häufige Fehler bei der Nebenkostenabrechnung

Bei vielen Mietern liegt sie in den nächsten Wochen im Briefkasten: die Nebenkostenabrechnung - oft verbunden mit der Aufforderung hohe Nachzahlungen zu leisten. Da lohnt es sich für Mieter genauer hinzuschauen, ob der Vermieter auch nur das abgerechnet hat, was er abrechnen durfte.

Fehler: Nebenkosten sind nicht im Mietvertrag vereinbart


Mieter sollten zunächst einen Blick in ihren Mietvertrag werfen, ob und welche Nebenkosten zur Miete vereinbart wurden. Wird die Miete im Mietvertrag als Brutto- oder Warmmiete bezeichnet, sind die Nebenkosten bereits in der Miete enthalten. Auch wenn ein Pauschalbetrag für die Nebenkosten zwischen Mieter und Vermieter vereinbart wurde, kann der Vermieter keine Nachzahlung verlangen.

Fehler: Kosten für Verwaltung, Reparatur und Instandhaltung werden geltend gemacht


Aufpassen sollten Mieter bei geltend gemachten Kosten für Reparatur- oder Instandhaltungsmaßnahmen sowie Hausverwaltungskosten. Diese Ausgaben sind nicht umlagefähig und müssen daher vom Vermieter getragen werden.

Fehler: Gebot der Wirtschaftlichkeit nicht beachtet


Vermieter müssen bei der Bewirtschaftung ihres Vermietungsobjekts das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten. Heizöl muss etwa wirtschaftlich eingekauft worden sein. Drängt sich dem Mieter der Verdacht auf, dass der Vermieter hiergegen verstoßen hat, kann er die Kosten auf ein verhältnismäßiges Maß kürzen und muss auch nur diese Kosten zahlen.

Fehler: Nebenkosten werden mehrfach abgerechnet


Mieter sollten bei der Nebenkostenabrechnung auch genau prüfen, ob Positionen nicht mehrfach vom Vermieter abgerechnet wurden. Dies geschieht etwa, wenn die Kosten für den Hausmeister sowohl bei der Gartenpflege wie auch bei der Hausreinigung angesetzt werden.

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