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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 10.03.2016

Schwerhörig wegen Lärm im Großraumbüro- Berufskrankheit?

Telefonklingen, Gerede, Klimaanlage, Kaffeemaschine, Umbauarbeiten – Wer jahrelange in einem Großraumbüro arbeitet, mutet sein Hörvermögen eine ständige nicht unerhebliche Geräuschkulisse zu. Für die Anerkennung einer Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit reicht das nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung nicht aus!

Dauerschallpegel von 85 db (A) für Anerkennung als Berufskrankheit notwendig


Das Landessozialgericht Baden-Württemberg (Aktenzeichen L 6 U 4089/15) hat jüngst entschieden, dass eine Lärmschwerhörigkeit aufgrund jahrelanger Arbeit in einem Großraumbüro keine Berufskrankheit darstellt. Bei der Arbeit im Großraumbüro handele es sich um eine gewöhnliche Lärmbelästigung. Der für eine Berufskrankheit erforderliche Dauerschallpegel von 85 db (A) werde durch die Geräuschkulisse eines Großraumbüros nicht erreicht. Es könne hier nicht nachgewiesen werden, dass die Schwerhörigkeit von der beruflichen Tätigkeit verursacht wurde.

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