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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 14.12.2016

Weihnachten und Silvester: Arbeiten an den Feiertagen?

Weihnachten und Silvester: Arbeiten an den Feiertagen? © eccolo - Fotolia

Laut Statistik muss in Deutschland jeder vierte Arbeitnehmer an den Feiertagen arbeiten. In manchen Berufen geht es ohne Feiertagsarbeit auch nicht. Der Vorteil: Wenn Zuschläge gezahlt werden, sind diese in der Regel steuerfrei.

Arbeit an Feiertagen nur als Ausnahme!


Laut dem deutschen Arbeitszeitgesetz darf an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht gearbeitet werden. Es gibt aber einige Ausnahmen, sofern die Arbeiten nicht genauso gut an Werktagen erledigt werden können. So darf etwa in Krankenhäusern, bei Rettungsdiensten und der Feuerwehr, in der Landwirtschaft, im Gaststättengewerbe, im Sicherheitsgewerbe, bei der Energieversorgung, Presse und Rundfunk und Kultureinrichtungen auch an Feiertagen gearbeitet werden. Regelungen zu den Ausnahmen zum Arbeitsverbot an Feiertagen finden sich auch in Tarif- und Arbeitsverträgen sowie Betriebsvereinbarungen. Es kann auch eine Genehmigung einer Aufsichtsbehörde gegeben sein.

Beschäftigungsverbot für Auszubildene


Für Auszubildende unter 18 Jahren besteht an Heiligabend und an Silvester ab 14 Uhr ein Beschäftigungsverbot, auch wenn es sich an diesem Tag um einen regulären Werktag handelt.

Muss Chef Feiertagszuschläge zahlen?


Arbeitnehmer haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Sonn- und Feiertagszuschläge. Im Arbeits- oder Tarifvertrag, aufgrund einer Betriebsvereinbarung oder durch eine betriebliche Übung kann aber ein Zuschlag für Feiertagsarbeit vereinbart sein. Hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Zuschlag wegen Feiertagsarbeit (und/oder Nachtarbeit), ist dieser in der Regel steuerfrei (§ 3b EStG).

erstmals veröffentlicht am 21.12.2015, letzte Aktualisierung am 14.12.2016

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