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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 22.12.2016

Arbeit: Was es beim Ausbildungsvertrag zu beachten gibt

Arbeit: Was es beim Ausbildungsvertrag zu beachten gibt © DOC RABE Media - Fotolia

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen. In einigen Bereichen sind noch Ausbildungsplätze frei. Für Schulabgänger, die sich jetzt noch für einen Ausbildungsplatz entscheiden, gibt es beim Abschluss eines Ausbildungsvertrags einiges zu beachten …

Diese Punkte sollten im Ausbildungsvertrag geregelt sein:




  • Art der Ausbildung: Im Ausbildungsvertrag muss die Art der Ausbildung festgelegt werden, also den Beruf in dem der Auszubildende zukünftig tätig werden soll.


  • Beginn und Dauer der Ausbildung

    Der Ausbildungsvertrag sollte beinhalten, wann das Ausbildungsverhältnis beginnt und wann es endet. Die Dauer des Ausbildungsverhältnisses ist in der Ausbildungsordnung geregelt. In der Regel beginnt das Ausbildungsjahr am 01.09. und endet nach der entsprechenden Ausbildungszeit am 31.08.


  • Ausbildungsort und Arbeitszeiten

    Der Ausbildungsvertrag muss weiterhin auch den Ausbildungsort festlegen. Dies kann für eventuelle Fahrtkostenerstattungen von Bedeutung sein. Genauso verhält es sich mit den täglichen Arbeitszeiten, die ohnehin in der Regel in Tarifverträgen geregelt sind.


  • Probezeit

    Die Probezeit kann zwischen einem und vier Monaten dauern, auch dies muss im Ausbildungsvertrag fixiert sein.


  • Vergütung

    Die Regelung der Vergütung muss auch im Ausbildungsvertrag stehen und zwar sowohl die Höhe der Vergütung für jedes Ausbildungsjahr wie auch den Termin der Fälligkeit der Zahlung. Meistens ist die Ausbildungsvergütung auch bereits in Tarifverträgen der Gewerkschaften geregelt und muss nicht vom Auszubildenden verhandelt werden.


  • Urlaub

    Der Urlaubsanspruch von Auszubildenden ist in der Regel tarifvertraglich und auch arbeitsrechtlich geregelt, dennoch sollte er im Ausbildungsvertrag fixiert sein.


  • Kündigung

    Kündigungen während der Probezeit können im Ausbildungsverhältnis in der Regel ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne Angabe von Kündigungsgründen erfolgen. Nach der Probezeit sind die Voraussetzungen einer Kündigung im Berufsbildungsgesetz geregelt. Dennoch sollte hierauf auch im Ausbildungsvertrag Bezug genommen werden.



Diese Punkte gehören auf keinen Fall in einen Ausbildungsvertrag:




  • Ausbildung muss bezahlt werden


  • Der Auszubildende muss für seine Ausbildung bezahlen


  • Vertragsstrafen


  • Strafen, die fällig werden, zum Beispiel bei Kündigung des Ausbildungsvertrages durch den Auszubildenden


  • Verpflichtung zur Weiterbeschäftigung


  • Auszubildender muss nach Ende der Ausbildungszeit für eine bestimmte oder für unbestimmte Zeit weiter im Betrieb arbeiten



Wichtig: Form einhalten!

Der Ausbildungsvertrag muss grundsätzlich schriftlich zwischen Arbeitgeber und Auszubildenden geschlossen werden. Doch auch wenn dies versäumt wurde, bleibt der „mündliche“ Vertrag wirksam. Bei minderjährigen Auszubildenden müssen auch die Erziehungsberechtigten den Ausbildungsvertrag unterzeichnen. Nach seiner Unterzeichnung muss der Vertrag unverzüglich der zuständigen Stelle nach § 11 des Berufsbildungsgesetzes übermittelt werden, die den Vertrag dann prüft und einträgt.




erstmals veröffentlicht am 07.10.2014, letzte Aktualisierung am 22.12.2016

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