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Wissenswertes zum Thema Insolvenzverschleppung

Letzte Aktualisierung am 03.12.2015 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Insolvenzverschleppung wird bestraft

In der Regel gehört das Management der Unternehmensfinanzen zum Aufgabenbereich des oder der Geschäftsführer(s). Das Gesetz geht davon aus, dass eine Insolvenz nicht vom Himmel fällt. Liegt ein Insolvenzgrund vor, kann sich der Verantwortliche nur schwer rausreden. Sowohl Vorsatz als auch Fahrlässigkeit sind strafbar, die Unterlassung des Insolvenzantrages also ebenso wie die fahrlässige Nichtkenntnis. Die Sanktionen für den Straftatbestand der Insolvenzverschleppung reichen von Geldstrafen bis hin zur dreijährigen Freiheitsstrafe.

Insolvenzverschleppung gibt es nicht bei jeder Rechtsform

Die Insolvenzantragspflicht gilt zwingend für bestimmte Unternehmensformen. Natürliche Personen brauchen sich nicht um sie zu kümmern, juristische Personen allerdings schon, und zwar:
  • Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG)
  • Personengesellschaften, in denen keine natürliche Person vollumfänglich mit ihrem Vermögen haftet.
Bei einer GmbH kann ein Versäumnis zur persönlichen Haftung des Geschäftsführers gegenüber Gläubigern und der GmbH führen, ebenso für den Vorstand einer AG. Neben den strafrechtlichen Folgen für die Verantwortlichen drohen auch persönliche Einschränkungen für den Geschäftsführer einer GmbH. Die rechtskräftige Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung kann eine fünfjährige Inhabilität ("Amtsunwürdigkeit") zur Folge haben. Das bedeutet, dass der Verurteilte Ex-Geschäftsführer fünf Jahre lang keine GmbH mehr führen darf. Wohl können sich natürliche Personen, also Einzelunternehmer oder Gesellschafter von Personengesellschaften, nicht wegen Insolvenzverschleppung strafbar machen. Wurschteln sie aber im Wissen um die desolaten finanziellen Verhältnisse ihres Unternehmens einfach weiter, erfüllen sie möglicherweise andere Straftatbestände (z.B. den des Betruges, wenn sie wissentlich Verbindlichkeiten eingehen, die sie niemals würden erfüllen können).

Insolvenzverschleppung

Sicherlich gibt es Fälle von Insolvenzverschleppung, die mit dem kriminellen Vorsatz begangen werden, Gläubiger zu schädigen und die eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Andererseits muss nicht jede Unternehmenskrise und jeder Liquiditätsengpass die drohende Zahlungsunfähigkeit (und damit einen Insolvenzgrund) darstellen. Unternehmen leiden regelmäßig unter Konjunkturdellen, der stockenden Kreditvergaben von Banken, Phasen geringer betriebswirtschaftlicher Effektivität etc., also (externen) Einflüssen, die vorüber gehen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich in einem solchen Fall zu verhalten haben, suchen Sie aktiv und ohne zu Zögern den Rat guten Rat eines Anwalts für Insolvenzrecht. Bei uns finden Sie einen per Klick!


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