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Mahnbescheid oder Klage einreichen?

Letzte Aktualisierung am 23.03.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Mahnbescheid oder direkt klagen?

Der Mahnbescheid ist im Gegensatz zu einer langwierigen Klage vor Gericht eine relativ einfache und finanziell attraktive Möglichkeit gegen einen säumigen Kunden vorzugehen. Er ist immer dann sinnvoll, wenn der säumige Schuldner der Forderung vermutlich nicht widersprechen wird.

Wer kann einen Mahnbescheid beantragen?

Einen Mahnbescheid kann jeder beantragen. Man benötigt dafür weder einen Rechtsanwalt noch ein Inkassobüro. Allerdings kann das Ausfüllen des Antragsformulars Fragen aufwerfen, bei denen der Rat eines Rechtsanwalts helfen kann.

Wo beantragt man einen Mahnbescheid?

Seit 2005 wurden in Deutschland zentrale Mahngerichte in den jeweiligen Bundesländern eingeführt. Beantragt wird der Mahnbescheid beim zentralen Mahngericht des Antragstellers. Der Antrag auf den Mahnbescheid entfaltet seine rechtliche Wirkung - etwa im Hinblick auf Fristwahrung - erst wenn er beim richtigen zentralen Mahngericht eingegangen ist.

Wie beantragt man einen Mahnbescheid?

Ein Mahnbescheid kann schriftlich mit einem offiziellen Antragsformular gestellt werden, das im Schreibwarenhandel käuflich erworben werden kann. Der Mahnbescheid kann aber auch mit einem Online-Formular via Internet beantragt werden. Die Formulare enthalten Angaben zur Person des Antragstellers und –gegners und zu der geltend gemachten Forderung. Die Forderung muss ganz genau tituliert werden: Betrag, Leistung, Rechnungsnummer, Zinsen, Verzugszeitpunkt etc.. Außerdem muss angegeben werden bei welchem Gericht die Forderung durchgesetzt werden soll, falls der Schuldner widerspricht. In der Regel ergibt sich dies aus dem Gerichtsstand des Schuldners, der bei Verbrauchern üblicherweise der Wohnsitz ist. Wer das Formular alleine ausfüllen möchte, findet im Internet Anleitungen, die beim Ausfüllen des Online-Formulars helfen.

Was kostet ein Mahnbescheid?

Die Gerichtsgebühren für einen Mahnbescheid und die Zustellkosten sind vom Antragsteller im Voraus zu entrichten. Die Höhe der Gebühr bestimmt sich nach der Höhe der einzutreibenden Forderung. Auch für das Mahnverfahren kann, wenn Bedarf besteht, Prozesskostenhilfe beantragt werden.

Was passiert nach der Antragstellung eines Mahnbescheids?

Nach der Antragstellung wird der Mahnbescheid dem säumigen Kunden vom Amtsgericht zugestellt. Ganz wichtig: Die Zustellung hemmt die Verjährung des Anspruchs! Das heißt, solange die Verjährung gehemmt ist, läuft die Verjährungsfrist nicht. Bezahlt der angemahnte Schuldner aufgrund des Mahnbescheids, hat sich die Sache erledigt. Er trägt dann allerdings die Kosten für das Mahnverfahren. Bezahlt er nicht, kann der Gläubiger jetzt einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Legt er Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein, muss die Forderung vor Gericht verhandelt werden.


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