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Anwalt für Erbrecht in Bad Gandersheim auf Anwaltssuche finden

Anwälte für Erbrecht, die im Umkreis von Bad Gandersheim Mandate annehmen

Symbolbild Rechtsanwalt

Jan-Peter Kandel

Schildaustraße 1, 38723 Seesen
in 10.9 km Entfernung
Schwerpunkte: Betreuungsrecht, Grundstücksrecht, Erbrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Susanne Kolle

Fachanwalt für Familienrecht
Bismarckstraße 3, 37574 Einbeck
in 12.1 km Entfernung
Schwerpunkte: Kündigungsschutzrecht, Erbrecht, Familienrecht, Strafrecht, Mietrecht und Pachtrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Daniel Nebel

Papenstraße 1-3, 37574 Einbeck
in 12.1 km Entfernung
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Strafrecht, Straßenverkehrsrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Gesellschaftsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Friedemann Neddenriep

Grimsehlstraße 12, 37574 Einbeck
in 12.1 km Entfernung
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Corinna Rugenstein-Böneker

August-Vogel-Straße 5, 31079 Sibbesse
in 15.6 km Entfernung
Schwerpunkte: Kündigungsschutzrecht, Erbrecht, Familienrecht, Betreuungsrecht, Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Mietrecht und Pachtrecht, Mediation im Arbeitsrecht, Mediation im Erbrecht, Mediation im Familienrecht, Verkehrszivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Heinrich Dietzel

Friedrichstraße 1, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Einkommensteuerrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Unternehmenssteuerrecht, Steuerstrafrecht, Recht der Testamentsgestaltung, Bilanzrecht, Wirtschaftsstrafrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Hans-Ulrich Elsaesser

An der Schlüsselbreite 1, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Erbrecht, Öffentliches Baurecht, Landwirtschaftsrecht, Nachbarrecht, Vertragsrecht, Wohnungseigentumsrecht, Pflichtteilsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Tim Fischer

Neustadt 50-51, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Erbrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht, Arzthaftungsrecht, Verkehrsstrafrecht, Verkehrszivilrecht, Vertragsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Gerd Frädrich

Neustadt 50-51, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Kaufrecht, Kündigungsschutzrecht, Mediation, Strafrecht, Verkehrsunfallrecht, Verkehrsstrafrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Jutta Gebhardt

Fachanwalt für Steuerrecht
Sedanstraße 19, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Steuerrecht, Erbschaftsteuerrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Unternehmensnachfolgerecht, Vertragsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Michael Krey

Robert-Bosch-Straße 27, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Betreuungsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gebührenrecht der Rechtsanwälte, Vereinsrecht, Strafrecht, Verkehrsstrafrecht, Verkehrszivilrecht, Versicherungsrecht, Zwangsvollstreckungsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Christina Münder

Fachanwalt für Familienrecht
Friedrichstraße 2, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Scheidungsrecht, Verkehrsunfallrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht
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Katharina Schirmer

Bürgermeister-Peters-Straße 52, 37154 Northeim
in 19.2 km Entfernung
Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht

Infos zu Anwälte Erbrecht in Bad Gandersheim
Erbrecht
Erbrecht ©freepik - mko

Erbrecht kurzgefasst

Das Erbrecht sorgt für Klarheit, wenn kein schriftlicher letzter Wille existiert und es soll Ungerechtigkeiten in Testamenten oder Verfügungen vorbeugen. Das Erbrecht ist im Grundgesetz unter Artikel 14 verankert. Um im Sterbefall nicht gänzlich orientierungslos zu sein, gibt es das Erbrecht. Traut man seinen Erben nicht oder fürchtet man einen Erbenstreit, so kann man diesen durch ein klar formuliertes schriftliches Testament vermeiden.

Der testamentarische Erbfall

Wir geben Ihnen Tipps für die ersten Schritte zur Erbschaft. Weiß man, dass der Erblasser ein Testament erstellt hat, so sollte unverzüglich danach gesucht werden. Wer ein Testament findet und es nicht abgibt, macht sich strafbar und setzt sich möglicherweise Schadensersatzansprüchen der Erben aus. Das Amtsgericht in dessen Gebiet der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte ist das zuständige Nachlassgericht. Per Brief bekommt jeder Erbe dann ein gerichtliches Schreiben mit der Aufforderung am Termin der Testamentseröffnung zu erscheinen. Über den Inhalt des Testamentes erfährt man erst bei dieser Testamentseröffnung. Selbstverständlich gibt es für jeden Nachlassempfänger das Recht das Testament einzusehen und auch eine beglaubigte Kopie zu erhalten. Kontaktieren Sie einen Anwalt für Erbrecht in Bad Gandersheim, der sich in Erbangelegenheiten auskennt.

Wie fechtet man ein Testament an?

Gibt es Zweifel an der gesetzlichen Richtigkeit der Erbverteilung, so kann man diese anfechten. Gibt es also den Verdacht, dass das Testament nicht freiwillig verfasst wurde oder die Echtheit angezweifelt werden muss, so hat man das Recht es anzufechten, um als Erbe nicht übervorteilt zu werden. Zuständig auch in diesem Fall ist selbstverständlich das Nachlassgericht. Dieses muss schriftlich davon in Kenntnis gesetzt werden. Nur wenn ein evtl. berechtigter Anspruch auf das Erbe besteht, darf man das Testament anfechten. Erst nach Verlesen des Testaments und dann innerhalb eines Jahres ist dieses anfechtbar, es sei denn man erlangt erst später zu einer Erkenntnis, die es anfechtbar macht. In diesem Fall gilt ab diesem Zeitpunkt ein Jahr bis die Anfechtbarkeit erlischt. Ohne Testament geht das Gericht davon aus, dass der Erblasser sein Vermögen den Menschen vererben möchte, die ihm familiär am nächsten stehen: der Ehegatte, die Kinder, die übrigen Verwandten.

Erben ohne Testament – gesetzliche Erbfolge

Gibt es zusätzlich zum Ehegatten noch Verwandte, so erbt der Ehepartner in einer zugewinngemeinschaftlichen Ehe die Hälfte des Nachlasses, die andere Hälfte erhalten die Erben der 1. Ordnung zu gleichen Teilen. War die Ehe kinderlos, so erhält der verbliebene Gatte, ¾ des Erbes. Vollständig beerbt der Ehegatte seinen Partner, wenn es weder Erben der 1. 2. oder 3. Ordnung gibt. Um ein Erbe möglichst gerecht aufzuteilen, hat sich das Gesetz auf Ordnungen geeinigt. In diese Gruppierungen werden Erben, ihrem Verwandtschaftsgrad zum Erblasser gemäß, eingeteilt und bedacht.

Direkte Nachkommen sind die Erben der 1. Ordnung

Dies sind die Abkömmlinge des Erblassers, das heißt seine Kinder, Enkel und deren Abkömmlinge. Ist ein erbberechtigtes Kind erster Ordnung bereits verschieden, so treten wiederum seine Kinder das Erbe an. Wichtig zu wissen ist, dass es keinen Unterschied macht ob man als Erbe der 1. Ordnung ehelich oder unehelich ist. Erheblich ist lediglich die Blutsverwandtschaft. Lediglich nichteheliche Kinder, die in den alten Bundesländern vor dem 01.07.1949 geboren wurden haben keinen Erbanspruch. Es gilt jedoch gleiches Erbrecht für Kinder, die vor ihrem 18. Geburtstag adoptiert wurden. Wird ein bereits volljähriger Mensch adoptiert, so ist das Adoptionsrecht hier deutlich enger eingegrenzt. Es erstreckt sich ausschließlich auf die Erbansprüche der verstorbenen Adoptionseltern. Stiefkinder können nur per letztwilliger Verfügung Erben werden.

Die Erben der zweiten Ordnung

Eltern und Geschwister werden im Erbrecht der 2. Ordnung zugeteilt. Sie erben dann, wenn keine Erben der ersten Ordnung vorhanden sind. Als Erben der zweiten Ordnung erben die Eltern ihres verstorbenen Kindes gleichberechtigt. Ist ein Elternteil oder auch beide Elternteile bereits verstorben, so geht ihr Erbanspruch auf die Geschwister des Erblassers über.

Erben der dritten Ordnung

Als Erbe der dritten Ordnung bezeichnet man die Großeltern des Erblassers, sowie deren Kinder, also Onkel und Tante des Verstorbenen. Auch hier gilt, wie schon bei den Erben der 2. Ordnung: lebt ein Großelternteil zum Zeitpunkt des Erbes bereits nicht mehr, so treten seine Kinder und Kindeskinder an seine Stelle.

Das Erbe der 4. Ordnung

Dies wären Urgroßeltern oder evtl. deren Eltern. Die Erbschaft erstreckt sich hier jedoch nur noch auf diese Voreltern sowie deren Kinder die dem Erblasser am nächsten verwandt sind. Das Pflichtteil und was es damit auf sich hat Das Pflichtteil soll den Ehegatten bzw. den Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, sowie die Erben der ersten Ordnung vor Enterbung per Testament schützen.

Gründe warum einem das Recht auf den Pflichtteil genommen wird

Es bedarf der schriftlichen Verfügung um eine Person von ihrem Anspruch auf das Pflichtteil zu trennen. Nur wenige aber gewichtige Gründe stehen im § 2333 BGB, die einem das Pflichtteil aberkennen können. Ein Anwalt für Erbrecht in Bad Gandersheim berät im Falle des Entzuges des Pflichtteils.

Annahme des Erbes

Die Entscheidung der Erbannahme sollte nicht übereilt getroffen werden. Nichtannehmen eines Erbes kann den Erben auch vor Schulden bewahren. Mit der Beantragung des Erbscheines hat man das Erbe akzeptiert, dieser Sachverhalt muss einem potentiellen Erben klar sein.

Ein Erbe ausschlagen

Einem erbberechtigten Hinterbliebenen bleiben sechs Wochen Zeit, dem Nachlassgericht gegenüber zu erklären, ob man das Erbe antritt oder ausschlägt. Oft reichen die sechs Wochen aber nicht, um sich ein Bild über den Nachlass zu machen. Hier hilft evtl. die eingeschränkte Erbenhaftung um eine vorschnelle Entscheidung später zu bereuen. Es gibt dafür die Dreimonatseinrede. Sie verschafft dem Erben mehr Zeit sich über das Erbe und seine damit einhergehenden Verpflichtungen Klarheit zu verschaffen. Während dieser Schonfrist hat der Erbe die Möglichkeit, den Nachlass zu sichten und zu ordnen. Während dieser drei Monate sollte der Erbe unbedingt seine Erbenhaftung geltend machen und somit sein privates Vermögen schützen. Entscheidet sich der Hinterbliebene dafür, das überschuldete Erbe auszuschlagen, muss er gegenüber dem Nachlassgericht eine persönliche Erklärung abgeben. Die einzige Möglichkeit dafür besteht in der Beantragung eines Nachlassinsolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht. Dies muss unverzüglich erfolgen. Unterlässt er dies, haftet er den Gläubigern für den daraus entstandenen Schaden. Ist nach Begleichung der Schulden, bzw. nach Abschluss des Insolvenzverfahrens noch etwas vom Erbe übrig, so geht dies in den Besitz des Erben über. Die Anfechtung der Annahme des Erbes ist die einzige Möglichkeit sich von einer Erbschaft wieder zu trennen. Mögliche Gründe einer Erbausschlagung können gegeben sein, wenn man das Erbe nur wegen einer Drohung annahm oder einem Irrtum erlag. Auch hier gibt es wieder eine Frist von sechs Wochen ab dem Moment, an dem man von diesem Tatbestand Kenntnis genommen hat.