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Anwälte und Kanzleien für Erbrecht in Bad Homburg vor der Höhe finden

Anwälte für Erbrecht, die in Bad Homburg vor der Höhe Mandate annehmen

Symbolbild Rechtsanwalt

Eva-Maria Backmeister

Louisenstraße 53-57, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, GmbH-Recht, Familienrecht, Vertragsrecht, Bankrecht und Kapitalmarktrecht, Zivilrecht, Scheidungsrecht, Internationales Familienrecht, Wohnungseigentumsrecht, Gesellschaftsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Christine Cannawurf-Wetzel

Louisenstraße 99, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Familienrecht, Zivilrecht, Erbrecht, Reiserecht, Mietrecht und Pachtrecht, Verkehrszivilrecht, Wohnungseigentumsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Gerret Höher

Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Steuerrecht
Hessenring 120, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, Insolvenzrecht, Zwangsversteigerungsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Friederike Keil

Fachanwalt für Familienrecht
Louisenstraße 84, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Mediation im Erbrecht, Mediation im Familienrecht, Scheidungsrecht, Verkehrszivilrecht, Verkehrsstrafrecht, Verkehrsunfallrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Cornelia Küchen

Fachanwalt für Familienrecht
Louisenstraße 53-57, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Schadensersatzrecht, Unterhaltsrecht, Vermögensgesetz, Verkehrsrecht, Sorgerecht, Scheidungsrecht, Verkehrsunfallrecht, Umgangsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Birgit Meissner

Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Familienrecht
Kisseleffstraße 3, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Lutz Schneider

Louisenstraße 59, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Familienrecht, Verkehrsstrafrecht, Verkehrszivilrecht, Verkehrsunfallrecht, Kündigungsschutzrecht, Immobilienrecht, Erbrecht, Mietrecht und Pachtrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Timo Schweighöfer

Haingasse 22, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Verwaltungsrecht, Werkvertragsrecht, Wohnungseigentumsrecht, Zivilrecht, Straßenverkehrsrecht, Sozialrecht, Sorgerecht, Mietrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Bernd Schweitzer

Haingasse 22, 61348 Bad Homburg
Schwerpunkte: Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Zivilrecht, Immobilienrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Verkehrsstrafrecht, Erbrecht

Infos zu Anwälte Erbrecht in Bad Homburg vor der Höhe
Erbrecht
Erbrecht ©freepik - mko

Erben und das Erbrecht

Stirbt ein Mensch, sind einige Dinge zu klären. Dies wird mit dem Erbrechtsgesetz erleichtert. Regelungen zum Nachlass schreibt das Grundgesetz in Artikel 14 vor. Die Scheu sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen verhindert oft eine persönliche Vererbung. Die Erbschaft wird dann nach gesetzlichen Regelungen verteilt. Das Testament bietet die Möglichkeit, komplizierte Sachverhalte schon zu Lebzeiten zu regeln.

Das Testament – das Erbe

Als Erbe gibt es viele Dinge über die man gut informiert sein sollte. Weiß man, dass der Erblasser ein Testament erstellt hat, so sollte unverzüglich danach gesucht werden. Wird man fündig, so ist man verpflichtet, dieses schriftliche Vermächtnis dem Nachlassgericht zu überreichen. Das Amtsgericht in dessen Gebiet der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte ist das zuständige Nachlassgericht. Dieses Nachlassgericht wird dann einen Termin festsetzen, zu welchem alle gesetzlichen und testamentarisch verfügten Erben eingeladen werden. Erst zu diesem Termin wird der Inhalt des Testaments verkündet. Selbstverständlich gibt es für jeden Nachlassempfänger das Recht das Testament einzusehen und auch eine beglaubigte Kopie zu erhalten. Gerne gewährt ein Anwalt für Erbrecht in Bad Homburg vor der Höhe zuverlässigen Rechtsrat.

Wann kann man ein Testament anfechten?

Gibt es Zweifel an der gesetzlichen Richtigkeit der Erbverteilung, so kann man diese anfechten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man als Pflichtteilsberechtigter Erbe übergangen wurde. Diese Zweifel müssen schriftlich beim zuständigen Nachlassgericht eingereicht werden. Stattgegeben wird einer Anfechtung nur, wenn sie von einem Erben eingereicht wird, dem ein erfolgreicher Einspruch zum Vorteil gereichen würde. Angefochten darf ein Testament frühestens mit dem Tod des Erblassers. Außerdem gilt eine ein Jahres Frist nach Kenntnisnahme des Anfechtungsgrundes. Hat ein Verstorbener weder ein Testament noch einen Erbvertrag hinterlassen, dann kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zuge.

Erben nach dem Gesetz

Lebte man mit dem Verstorbenen in einer Ehe des Zugewinns, so beerbt man ihn mit der Hälfte seines Nachlasses. Die zweite Hälfte geht an die direkten Nachkommen. Ohne Erben der 1. Ordnung bekommt der Ehegatte noch ein Viertel mehr, also dreiviertel des Nachlasses. Ohne Erben der 1., 2. oder 3. Ordnung beerbt der Ehegatte seinen verstorbenen Partner vollständig. Die erbenden Verwandten werden in verschiedene Ordnungen eingeteilt.

Der Erbe 1. Ordnung

Die Kinder eines Erblassers erben als Erben 1. Ordnung zu gleichen Teilen. Jedes erbende Kind schließt seine eigenen Abkömmlinge von der gesetzlichen Erbfolge aus. Seit 1998 ist es dem Gesetz egal, ob ein Kind ehelich oder nicht ehelich geboren ist. Kann man nachweisen, dass man ein leibliches Kind ist, so erbt man zu gleichen Teilen mit ehelich gezeugten Kindern. Dieses Recht kann leider nicht für uneheliche Kinder angewandt werden, die vor dem 01.07.1949 in den alten Bundesländern geboren wurden. Bei Adoptionen erbt das minderjährige, adoptierte Kind in vollem Umfang wie ein leibliches Kind. Wird ein bereits volljähriger Mensch adoptiert, so ist das Adoptionsrecht hier deutlich enger eingegrenzt. Es erstreckt sich ausschließlich auf die Erbansprüche der verstorbenen Adoptionseltern. Gar nicht gesetzlich erbberechtigt sind per Gesetz angeheiratete Kinder.

Erben als Erbe der sogenannten 2. Ordnung

Diese Ordnung berücksichtigt Eltern und Geschwister. Sie sind die nächsten Angehörigen, wenn es keine eigenen Kinder gibt. Leben im Erbfall noch beide Elternteile, so erben diese zu gleichen Teilen. Sind auch die Eltern bereits verstorben, so geht das Erbe an deren Kinder, also die Geschwister des Erblassers weiter.

Wer ist Erbe der dritten Ordnung?

Die Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits erben zu gleichen Teilen als Erben der dritten Ordnung. Auch hier würde das Erbe weitergetragen an die Abkömmlinge, sollte der Erbempfänger bereits verstorben sein.

Es gibt auch Erben der 4. Ordnung

Es gilt hier den Stammbaum zu beachten, da man bei der 4. Ordnung auf Urgroßeltern und noch weiter zurückliegende Generationen zurückgreifen muß. Allerdings werden hier nur noch die Voreltern bedacht und die direkte Linie die mit dem Erblasser verwandt ist. Wer hat ein Recht auf das Pflichtteil Nur die nächsten Angehörigen, also Ehepartner und die Kinder können das Pflichtteil einfordern. Voraussetzung ist der Ausschluss von der Erbfolge durch den Erblasser.

Das Recht auf das Pflichtteil kann auch verwirkt werden.

Per Testament oder Verfügung kann der Anspruch auf das Pflichtteil unter Angabe von Gründen die das Gesetz akzeptiert ausgeschlossen werden. Das Gesetz hat im BGB vier Gründe genannt, die anerkannt werden, wenn man einen Pflichtteilsberechtigten gänzlich enterben möchte. Hilfe holen Sie sich bei einem Anwalt für Erbrecht in Bad Homburg vor der Höhe im Fall einer Verfügung von Todes wegen.

In das Erbe einwilligen

Damit man kein böses Erwachen erlebt, sollte man vor der Annahme des Erbes erst prüfen was man eigentlich erbt. Es könnte sich auch um negative Vermögenswerte, also Schulden, handeln, in diesem Fall ist man gut beraten, das Erbe auszuschlagen. Zu beachten ist, dass ein Erbe schon als akzeptiert gilt, wenn man Ansprüche bei Versicherungen geltend macht.

Kann man das Erbe ausschlagen?

Einem erbberechtigten Hinterbliebenen bleiben sechs Wochen Zeit, dem Nachlassgericht gegenüber zu erklären, ob man das Erbe antritt oder ausschlägt. Oft reichen die sechs Wochen aber nicht, um sich ein Bild über den Nachlass zu machen. Eine eingeschränkte Erbenhaftung verzögert die Entscheidung. Es gibt dafür die Dreimonatseinrede. Sie verschafft dem Erben mehr Zeit sich über das Erbe und seine damit einhergehenden Verpflichtungen Klarheit zu verschaffen. Der Erbe kann sich durch die Einrede also weitere Luft verschaffen, um - auch nach der Annahme der Erbschaft – einen genauen Überblick über die Erbschaft und die mit ihr verbundenen Haftungsrisiken zu erhalten. Während dieser drei Monate sollte der Erbe unbedingt seine Erbenhaftung geltend machen und somit sein privates Vermögen schützen. Ist der Nachlass verschuldet, wird aus dem erhofften Plus schnell ein Minus. Wer das Erbe antritt, haftet ggf. mit seinem ganzen Privatvermögen. Deshalb sollte man unbedingt die Haftung des Erben auf den Nachlass beschränken. Das Nachlassinsolvenzverfahren muss dann bei Gericht beantragt werden. Sobald ein Erbe von der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Nachlasses erfahren hat, muss dieser Antrag gestellt werden. Nur so kann man vermeiden, dass man gegenüber den Nachlassgläubigern schadensersatzpflichtig wird. Ist nach Begleichung der Schulden, bzw. nach Abschluss des Insolvenzverfahrens noch etwas vom Erbe übrig, so geht dies in den Besitz des Erben über. Hat man das Erbe vorschnell oder in Unkenntnis der vollständigen Sachlage angenommen, so gibt es nur noch einen Weg zurück, man muss die Annahme anfechten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man entweder durch Drohung oder Täuschung zur Annahme gezwungen wurde, oder wenn man bei der Annahme der Erbschaft einem Irrtum unterlegen ist. Ab dem Zeitpunkt der Kenntnis gilt eine Frist von sechs Wochen, in der die irrtümliche Annahme des Erbes gegenüber dem Nachlassgericht zu erklären ist.