anwaltssuche

Rechtsanwalt für Erbrecht in Kiel

Anwälte für Erbrecht, die in Kiel Mandate annehmen

Symbolbild Rechtsanwalt

Frank Andresen

Fachanwalt für Erbrecht
Stiftstraße 13, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht, Erbschaftsteuerrecht, Mediation im Erbrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Ingo Gasser

Holstenstraße 43, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Personengesellschaften, GmbH-Recht, Wettbewerbsrecht, Erbrecht, Bankrecht und Kapitalmarktrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Alfred Eckhard Harbs

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Dahlmannstraße 1-3, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Henning Ingwersen

Fachanwalt für Strafrecht
Bollhörnkai 1, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Architektenrecht, Baurecht, Mietrecht und Pachtrecht, Steuerstrafrecht, Umweltstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Seerecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Bianca Karrasch

Fachanwalt für Familienrecht
Exerzierplatz 32, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handelsrecht, Immobilienrecht, Kündigungsschutzrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Nachbarrecht, Inkassorecht, Verkehrsunfallrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Björn-Thorben Knoll

Fachanwalt für Agrarrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Holstenbrücke 4-6, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Recht der Testamentsgestaltung, Erbrecht, Pflichtteilsrecht, Unternehmensnachfolgerecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Ralf Lehmann

Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Sophienblatt 11, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Familienrecht, Erbrecht, Versicherungsrecht, Mediation im Familienrecht, Verkehrszivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Katrin Sonja Neidenbach

Blocksberg 10, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht, Stiftungsrecht, Unternehmensrecht, Gesellschaftsrecht, Grundstücksrecht, Handelsrecht, Immobilienrecht, Immobiliensteuerrecht, Vereinsrecht, Immobilienwirtschaftsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Andreas Piltz

Fachanwalt für Agrarrecht
Lorentzendamm 36, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Landpachtrecht, Landwirtschaftsrecht, Steuerrecht, Erbschaftsteuerrecht, Wirtschaftsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Johannes Ruppert

Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Fachanwalt für Steuerrecht
Lorentzendamm 36, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Erbrecht, Handelsrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Landpachtrecht, Bauplanungsrecht, Enteignungsrecht, Entschädigungsrecht, Vermögensgesetz, Erbschaftsteuerrecht, Vergaberecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Hans Werner Tovar

Fachanwalt für Familienrecht
Sophienblatt 19, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Mediation im Arbeitsrecht, Mediation im Erbrecht, Erbrecht, Familienrecht, Immobilienrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Mediation im Familienrecht, Mediation im Wirtschaftsrecht, Strafrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Klaus Viehweger

Fachanwalt für Familienrecht
Alter Markt 10, 24103 Kiel
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Strafrecht

Infos zu Anwälte Erbrecht in Kiel
Erbrecht
Erbrecht ©freepik - mko

Überblick über das Erbrecht

Das zuständige Nachlassgericht ist das örtliche Amtsgericht in dessen Bezirk der Erblasser gewohnt hat. Das Grundgesetz hat in Artikel 14 das Erbrecht festgelegt. Viele vertrauen darauf, dass das Gesetz alles Nötige festlegt, was in einigen Fällen auch stimmt. Möchte man gewisse Dinge auch nach seinem Tod geregelt wissen, so gibt es zusätzlich zum Erbrecht die Möglichkeit einer schriftlichen Verfügung oder des Testamentes.

Das Testament – das Erbe

Als Erbe gibt es viele Dinge über die man gut informiert sein sollte. Die Person, die Zugang zur Wohnung des Erblassers hat, sollte diese unverzüglich nach einem oder mehreren Testamenten durchsuchen. Wer ein Testament findet und es nicht abgibt, macht sich strafbar und setzt sich möglicherweise Schadensersatzansprüchen der Erben aus. Das Amtsgericht in dessen Gebiet der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte ist das zuständige Nachlassgericht. Dieses Nachlassgericht wird dann einen Termin festsetzen, zu welchem alle gesetzlichen und testamentarisch verfügten Erben eingeladen werden. Zu diesem Termin werden dann alle Erben über den Inhalt der Erbschaft informiert. Mit Veröffentlichung des letzten Willens kann nun auch jeder Erbe eine Kopie des Testaments erhalten. Gerne gewährt ein Anwalt für Erbrecht in Kiel zuverlässigen Rechtsrat.

Wie fechtet man ein Testament an?

Die Möglichkeit eine testamentarische Verfügung anzufechten macht unter bestimmten Voraussetzungen Sinn. Gibt es also den Verdacht, dass das Testament nicht freiwillig verfasst wurde oder die Echtheit angezweifelt werden muss, so hat man das Recht es anzufechten, um als Erbe nicht übervorteilt zu werden. Diese Anfechtung hat schriftlich beim Nachlassgericht eingereicht zu werden. Stattgegeben wird einer Anfechtung nur, wenn sie von einem Erben eingereicht wird, dem ein erfolgreicher Einspruch zum Vorteil gereichen würde. Erlangt man Kenntnis eines Umstandes, der es nötig werden lässt ein Testament anzufechten, so beginnt ab dem Moment dieser Kenntnisnahme die Frist von einem Jahr in dem das Testament anfechtbar ist. Hat ein Verstorbener weder ein Testament noch einen Erbvertrag hinterlassen, dann kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zuge.

Die gesetzliche Erbfolge

Stirbt ein Partner in einer Ehe mit vereinbarter Zugewinngemeinschaft, so erbt sein Ehepartner die Hälfte seines Nachlasses. Die Erben der sogenannten 1. Ordnung erben dann zu gleichen Teilen die zweite Hälfte. Ohne Erben der 1. Ordnung bekommt der Ehegatte noch ein Viertel mehr, also dreiviertel des Nachlasses. Wenn der Erblasser außer seinem Ehegatten nur noch entfernte Verwandte hat, so erbt der Ehegatte allein. Die gesetzliche Aufteilung des Erbes erfolgt nach einem Ordnungssystem, welches den Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen berücksichtigt.

Erbe der 1. Ordnung

Dies sind die Abkömmlinge des Erblassers, das heißt seine Kinder, Enkel und deren Abkömmlinge. Kindeskinder erben erst, wenn ihre Eltern, also das Kind erster Ordnung zum Erblasser, bereits selbst verstorben ist. Es wird nicht mehr unterschieden zwischen ehelichen und unehelichen Kindern. Ist der Nachweis über die Blutsverwandtschaft erbracht, so erben alle Kinder in gleichem Umfang. Dieses Recht kann leider nicht für uneheliche Kinder angewandt werden, die vor dem 01.07.1949 in den alten Bundesländern geboren wurden. Adoptierte Kinder die noch vor ihrer Volljährigkeit adoptiert wurden, sind in der Erbregelung leiblichen Kindern gleichzusetzen. Ein Erwachsener, der adoptiert wird, kann allerdings nur seine Adoptiveltern beerben, alle anderen Familienmitglieder der Adoptivfamilie schließt das Erbrecht in diesem Fall aus. Komplett unberücksichtigt werden bei der gesetzlichen Erbfolge Stiefkinder.

Der Erbe 2. Ordnung

Unter die Erben der zweiten Ordnung fallen die Eltern und Geschwister des Verstorbenen. Sie sind die nächsten Angehörigen, wenn es keine eigenen Kinder gibt. Wenn beide Elternteile noch leben, so beerben sie ihr Kind zu gleichen Teilen. Ist ein Elternteil oder auch beide Elternteile bereits verstorben, so geht ihr Erbanspruch auf die Geschwister des Erblassers über.

Die dritte Ordnung im Erbrecht

Bei ihnen handelt es sich um die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Onkel/Tante, Vetter/Kusine, etc.). Ist ein Großelternteil bereits verstorben, so erben wiederum dessen Kinder.

Die Erben der 4. Ordnung und folgende

Um die Erben der 4. Ordnung zu bestimmen, muss man noch weiter zurückgreifen. Hier handelt es sich um die Urgroßeltern, bzw. deren Voreltern. Die Erbschaft erstreckt sich hier jedoch nur noch auf diese Voreltern sowie deren Kinder die dem Erblasser am nächsten verwandt sind. Die Voraussetzung um ein Pflichtteil einzufordern Den Anspruch auf ein Pflichtteil haben nur der Ehepartner, die Kinder und seit 2001 auch der Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, und dies nur dann, wenn der Erblasser sie nicht im Erbe bedacht hat.

In seltenen Fällen kann das Pflichtteil nicht eingefordert werden.

Das Gesetz akzeptiert einen Ausschluss vom Pflichtteil nur, wenn dieser per Verfügung oder Erbvertrag begründet wird. Schwere Straftaten, die das BGB im § 2333 benennt, führen dazu dass das Gesetz die Enterbung auch vom Pflichtteil anerkennt. Ein Anwalt für Erbrecht in Kiel liefert zuverlässigen Rechtsrat bei Testament und Erbvertrag.

Die Annahme seines Erbteils

Damit man kein böses Erwachen erlebt, sollte man vor der Annahme des Erbes erst prüfen was man eigentlich erbt. Nichtannehmen eines Erbes kann den Erben auch vor Schulden bewahren. Mit der Beantragung des Erbscheins gilt das Erbe bereits als angenommen und kann nicht mehr ausgeschlagen werden.

Wie schlägt man ein Erbe aus?

Im Falle des Erbausschlages muss dies dem zuständigen Nachlassgericht binnen sechs Wochen nach dem Tod des Erblassers und der Kenntnis des Erbfalles mitgeteilt werden. Je umfangreicher das Erbe ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass diese relativ kurze Frist ausreichend ist um sich über Annahme oder Ablehnung klar zu werden. In solchen Fällen kann man die Erbenhaftung einschränken. Der Erbe hat das Recht, eine Berichtigung von Nachlassverbindlichkeiten bis zum Ablauf der ersten drei Monate nach Annahme der belasteten Erbschaft, zu verweigern. Diese Einrede berechtigt den Erben für einen Zeitraum von drei Monaten, die Erfüllung von Ansprüchen, die nachlassbedingt gegen den Erben erhoben werden, zu verweigern. Zu empfehlen ist es, in diesem Zeitraum seine Erbenhaftung zum Schutz des Privatvermögens beim Gericht regeln zu lassen. Stellt sich heraus, dass der Nachlass überschuldet ist, gibt es die Möglichkeit die Haftung des Erben auf den Nachlass zu beschränken. Die einzige Möglichkeit dafür besteht in der Beantragung eines Nachlassinsolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht. Dies hat unverzüglich und ohne schuldhaftes Zögern zu geschehen. Dadurch kann verhindert werden, dass man von den Nachlassgläubigern auf Schadenersatz verklagt wird. Ist nach Begleichung der Schulden, bzw. nach Abschluss des Insolvenzverfahrens noch etwas vom Erbe übrig, so geht dies in den Besitz des Erben über. Das BGB räumt Berechtigten die Möglichkeit ein, die Erbschaftsannahme, die Ausschlagung oder aber gar die Versäumung der Ausschlagungsfrist anzufechten. Die Gründe für die Anfechtung der erfolgten Erbenannahme oder -ausschlagung müssen dem zuständigen Nachlassgericht plausibel gemacht werden. Die Anfechtungsfrist beträgt auch hier sechs Wochen ab Kenntnis des Anfechtungsgrundes.