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Rechtsanwälte und Kanzleien für Erbrecht in Passau finden

Anwälte für Erbrecht, die in Passau Mandate annehmen

Symbolbild Rechtsanwalt

Karl-Heinz Behammer

Schustergasse 1, 94032 Passau
Schwerpunkte: Familienrecht, Arbeitsrecht, Erbrecht, Haftpflichtrecht, Insolvenzrecht, Mietrecht und Pachtrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Angela Beicken

Gablergasse 2, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Haftpflichtrecht, Familienrecht, Haftpflichtversicherungsrecht, Kindschaftsrecht, Medizinrecht, Strafrecht, Versicherungsrecht, Inkassorecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Ralph Binder

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 22, 94032 Passau
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Internationales Erbrecht, Internationales Privatrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Konrad M. Frank

Bahnhofstraße 36, 94032 Passau
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Grundstücksrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Strafrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Christian Hagenbuchner

Nibelungenplatz 1, 94032 Passau
Schwerpunkte: Gesellschaftsrecht, Erbrecht, Steuerrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, GmbH-Recht, Grundstücksrecht, Handelsrecht, Handelsvertreterrecht, Inkassorecht, Recht der Testamentsgestaltung
Symbolbild Rechtsanwalt

Werner Hammerl

Theresienstraße 28, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Immobilienrecht, Strafrecht, Transportrecht und Speditionsrecht, Wirtschaftsrecht, Zivilrecht, Zwangsvollstreckungsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Anton Jungwirth

Gablergasse 2, 94032 Passau
Schwerpunkte: Versicherungsrecht, Erbrecht, Kreditrecht, Haftpflichtversicherungsrecht, Strafrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Haftpflichtrecht, Inkassorecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Michael W. Ketter

Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Bahnhofstraße 11, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Baurecht, Architektenrecht, Arzthaftungsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Sabine Matheis

Fachanwalt für Familienrecht
Kleiner Exerzierplatz 13, 94032 Passau
Schwerpunkte: Scheidungsrecht, Verkehrsunfallrecht, Verkehrszivilrecht, Familienrecht, Erbrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Cordula Schima

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Wittgasse 9, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Wettbewerbsrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Wohnungseigentumsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht, Vertragsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Christof Schledorn

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Strafrecht
Ludwigstraße 2, 94032 Passau
Schwerpunkte: Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsstrafrecht, Verkehrszivilrecht, Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gewerberecht, Gesellschaftsrecht, Mietrecht und Pachtrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht, Zivilrecht, Zwangsvollstreckungsrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Martina Spannbauer

Fachanwalt für Erbrecht
Nibelungenstraße 10, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Medizinrecht, Unternehmensnachfolgerecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Rosemarie Weber

Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Medizinrecht
Nibelungenplatz 1, 94032 Passau
Schwerpunkte: Arzthaftungsrecht, Gebührenrecht der Ärzte, Erbrecht, Verkehrszivilrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Eva Würdinger-Brand

Fachanwalt für Familienrecht
Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 28, 94032 Passau
Schwerpunkte: Erbrecht, Familienrecht, Versicherungsrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Bernd Zauner

Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht
Nibelungenstraße 10, 94032 Passau
Schwerpunkte: Bankrecht und Kapitalmarktrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Medizinrecht, Steuerrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Heidemarie Zieringer

Fachanwalt für Familienrecht
Residenzplatz 10, 94032 Passau
Schwerpunkte: Familienrecht, Baurecht, Haftpflichtrecht, Jugendstrafrecht, Verkehrszivilrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Erbrecht, Kaufrecht, Zivilrecht
Symbolbild Rechtsanwalt

Solange van Rens

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 22, 94032 Passau
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Internationales Erbrecht, Internationales Privatrecht

Infos zu Anwälte Erbrecht in Passau
älteres Ehepaar unterzeichnet einen Vertrag
älteres Ehepaar unterzeichnet einen Vertrag ©freepik - mko

Erben und das Erbrecht

Das zuständige Nachlassgericht ist das örtliche Amtsgericht in dessen Bezirk der Erblasser gewohnt hat. Das Erbrecht ist im Grundgesetz unter Artikel 14 verankert. Oft gibt es weder Testament noch Verfügung, in solchen Fällen wird dann das gesetzliche Erbrecht angewandt. Möchte man gewisse Dinge auch nach seinem Tod geregelt wissen, so gibt es zusätzlich zum Erbrecht die Möglichkeit einer schriftlichen Verfügung oder des Testamentes.

Testament – der letzte Wille

Sobald man die Gewissheit hat, als gesetzlicher oder testamentarischer Erbe eine Erbschaft gemacht zu haben, gibt es in kurzer Zeit viele Fragen zu klären. Nach dem Tod eines Angehörigen, sollte sichergestellt werden, ob es ein Testament gibt oder nicht, dazu sollte man gerade auch im privaten Umfeld des Verstorbenen suchen. Wer ein Testament findet und es nicht abgibt, macht sich strafbar und setzt sich möglicherweise Schadensersatzansprüchen der Erben aus. Der letzte Wohnort ist ausschlaggebend für das zuständige Amtsgericht bei dem sich das Nachlassgericht befindet. Beim Nachlassgericht wird dann ein Termin zur Testamentseröffnung bestimmt, zu dem alle mutmaßlichen, gesetzlichen Erben eingeladen werden. Erst zu diesem Termin wird der Inhalt des Testaments verkündet. Jeder Erbe hat nun das Recht das Testament auch selbst einzusehen oder gar eine Abschrift zu erhalten. Gerne gewährt ein Anwalt für Erbrecht in Passau zuverlässigen Rechtsrat.

Wie fechtet man ein Testament an?

Die Möglichkeit eine testamentarische Verfügung anzufechten macht unter bestimmten Voraussetzungen Sinn. Voraussetzungen sind entweder, dass ein Pflichtteilsberechtigter übergangen wurde, dass das Testament irrtümlich oder unter Drohung erstellt wurde oder die Ehe des Erben mittlerweile aufgelöst ist. Auch dies ist beim Nachlassgericht zu erwirken. Stattgegeben wird einer Anfechtung nur, wenn sie von einem Erben eingereicht wird, dem ein erfolgreicher Einspruch zum Vorteil gereichen würde. Als weitere Bedingung für eine Anfechtung ist der Zeitrahmen von einem Jahr nach Kenntnis über den Anfechtungsgrund und selbstverständlich erst nach Ableben des Erblassers. Ohne Testament geht das Gericht davon aus, dass der Erblasser sein Vermögen den Menschen vererben möchte, die ihm familiär am nächsten stehen: der Ehegatte, die Kinder, die übrigen Verwandten.

Das Gesetz und die Erbfolge

In einer zugewinngemeinschaftlichen Ehe beerben sich die Eheleute gegenseitig mit der Hälfte des Erbes. Die andere Hälfte geht an die leiblichen Kinder oder Kindeskinder. Ohne eigene Nachkommen erbt der hinterbliebene Ehegatte sogar ¾ des Vermögens. Vollständig beerbt der Ehegatte seinen Partner, wenn es weder Erben der 1. 2. oder 3. Ordnung gibt. Die erbenden Verwandten werden in verschiedene Ordnungen eingeteilt.

Erbe der 1. Ordnung

Dies sind die Abkömmlinge des Erblassers, das heißt seine Kinder, Enkel und deren Abkömmlinge. Zu beachten ist jedoch, dass ein lebender Erbe der ersten Ordnung seine eigenen Nachkommen von diesem Erbe ausschließt. Nichteheliche Kinder erben im Erbfall nach dem 31.03.1998 gesetzlich genauso wie eheliche Kinder – vorausgesetzt die Vaterschaft und somit auch das Verwandtschaftsverhältnis wurde festgestellt. Eine Ausnahme ist leider zu berücksichtigen: alle Geburten in den alten Bundesländern vor Juli 1949 fallen nicht in diese Gesetzesregelung. Auch in Kindesalter adoptierte Kinder erben zu gleichen Teilen wie die leiblichen Kinder ihrer Adoptivfamilie. Ein Erwachsener, der adoptiert wird, kann allerdings nur seine Adoptiveltern beerben, alle anderen Familienmitglieder der Adoptivfamilie schließt das Erbrecht in diesem Fall aus. Gar nicht gesetzlich erbberechtigt sind per Gesetz angeheiratete Kinder.

Erben zweiter Ordnung

Das sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Geschwister, Neffen/Nichten, etc.). Erbberechtigt ist man als Erbe der 2. Ordnung dann, wenn es keine Erben der 1. Ordnung zu berücksichtigen gibt. Die Eltern beerben ihr Kind zu gleichen Teilen. Geschwister oder deren Kinder erben dann, wenn zum Zeitpunkt des Erbfalles nur noch ein Elternteil lebt.

Das Erbe der 3. Ordnung

Bei ihnen handelt es sich um die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Onkel/Tante, Vetter/Kusine, etc.). Da im Normalfall die Großeltern vor ihren Enkeln versterben, erben dann folgerichtig deren Kinder.

Die 4. Ordnung im Erbrecht und darüber hinaus

Dies wären Urgroßeltern oder evtl. deren Eltern. Es gibt jedoch die Einschränkung, dass nur die Voreltern selbst erben und nicht mehr alle ihre Kinder, nur die direkte Linie zum Erblasser wird hier noch berücksichtigt. Wer ist pflichtteilsberechtigt? Nur die Abkömmlinge des Erblassers, sowie sein Ehegatte und die Eltern des Erblassers haben im Falle der Enterbung ein Recht auf das Pflichtteil.

Gründe warum einem das Recht auf den Pflichtteil genommen wird

Wenn man einen Pflichtteilsberechtigten gänzlich von seinem Vermögen fern halten möchte, so muss dies per Verfügung explizit erwähnt und begründet werden. Kann man die Enterbung mit einer, im § 2333 Bürgerliches Gesetzbuch genannten, Straftat des Erben begründen, so kann der Erblasser die völlige Enterbung durchsetzen. Holen Sie sich Rat bei einem Anwalt für Erbrecht in Passau.

Das Erbe annehmen

Die Entscheidung der Erbannahme sollte nicht übereilt getroffen werden. Stellt man fest, dass das Erbe hauptsächlich die Übernahme einer Schuldenlast bedeutet, so hat man die Möglichkeit das Erbe abzulehnen. Mit der Beantragung des Erbscheines hat man das Erbe akzeptiert, dieser Sachverhalt muss einem potentiellen Erben klar sein.

Das Erbe nicht annehmen

Einem erbberechtigten Hinterbliebenen bleiben sechs Wochen Zeit, dem Nachlassgericht gegenüber zu erklären, ob man das Erbe antritt oder ausschlägt. Diese relativ kurze Zeit, ist in Anbetracht der Tragweite meist nicht ausreichend. Es gibt hier die Möglichkeit, die Erbenhaftung einzuschränken. Bis zum Ablauf der ersten drei Monate nach Annahme der Erbschaft kann der Erbe die so genannte Dreimonatseinrede erheben. Diese Einrede berechtigt den Erben für einen Zeitraum von drei Monaten, die Erfüllung von Ansprüchen, die nachlassbedingt gegen den Erben erhoben werden, zu verweigern. In dieser Zeitspanne sollte man als Erbe unbedingt seine Erbenhaftung in einem Gerichtsverfahren geltend machen, um so sein privates Vermögen zu schützen. So kann man im Falle eines überschuldeten Erbes seine Haftung alleinig auf den Nachlass eingrenzen und weiß sein Privatvermögen geschützt. Dafür muss der Erbe ein Nachlassinsolvenzverfahren beim Insolvenzgericht beantragen. Dies muss er tun, sobald er Kenntnis von der Überschuldung des Nachlasses erlangt. Unterlässt er dies, haftet er den Gläubigern für den daraus entstandenen Schaden. Ist alles bezahlt, endet die Nachlassverwaltung. Was nach der Schuldenbegleichung übrig geblieben ist, erhält der Erbe zurück. Eine Möglichkeit sich von der Erbschaft nach deren Annahme wieder zu lösen, ist die Anfechtung der Annahmeerklärung der Erbschaft. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man entweder durch Drohung oder Täuschung zur Annahme gezwungen wurde, oder wenn man bei der Annahme der Erbschaft einem Irrtum unterlegen ist. Die Anfechtungsfrist beträgt auch hier sechs Wochen ab Kenntnis des Anfechtungsgrundes.