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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 15.10.2012 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Mobbing- Wie sich Arbeitnehmer wehren können!

Mobbing hat sich im Berufsalltag sowie im Arbeitsrecht in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Thema entwickelt. Nach einer Definition des Bundesarbeitsgerichts ist unter Mobbing jedes systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte zu verstehen. Die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz können verherrend sein: Schwere seelische oder körperliche Erkrankungen sind nicht selten die Folgen von Mobbing. Doch Mobbingopfer haben Rechte!

Mobbing hat sich im Berufsalltag sowie im Arbeitsrecht in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Thema entwickelt. Nach einer Definition des Bundesarbeitsgerichts ist unter Mobbing jedes systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte zu verstehen. Die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz können verherrend sein: Schwere seelische oder körperliche Erkrankungen sind nicht selten die Folgen von Mobbing. Doch Mobbingopfer haben Rechte!

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
Grundsätzlich obliegt es dem Arbeitgeber aufgrund seiner Fürsorgepflicht seine Arbeitnehmer vor Mobbing zu schützen. Dies ergibt sich auf seiner Pflicht, die freie Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu fördern (Art 2 Abs. 1 GG, § 75 Abs. 2 BetrVG), Leben und Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen (Art 2 Abs. 2 GG, § 3 Abs. 1 ArbSchG) sowie Benachteiligungen von Arbeitnehmern aus Gründen ihrer Rasse oder wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Abstammung oder sonstigen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrer Behinderung, ihres Alters, ihrer politischen oder gewerkschaftlichen Betätigung oder Einstellung oder wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität (§ 75 Abs. 1 BetrVG, § 7 AGG) zu schützen. Verstößt der Arbeitgeber gegen diese Pflichten, haftet er gegenüber dem betroffenen Arbeitnehmer auf Schadensersatz, auch wenn er das Mobbing nicht selbst begeht.

Recht der Mobbingopfer

• Beschwerderecht
Nach § 13 AGG und §§ 84 und 85 BetrVG haben Arbeitnehmer ein Beschwerderecht, wenn sie sich vom Arbeitgeber oder von anderen Arbeitnehmer des Betriebs ungerecht behandelt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt fühlen. Dieses Beschwerderecht steht naturgemäß auch Mobbingopfern zu.
• Anspruch auf Beseitigung
Mobbingopfer haben gegenüber ihrem Arbeitgeber nach § 1004 Absatz 1 BGB einen Anspruch auf Beseitigung der Beeinträchtigung und auf Unterlassen zukünftiger Verletzungshandlungen. Sie können aber keine konkrete Entlassung eines anderen Arbeitnehmers verlangen.

• Leistungsverweigerungsrecht
Unternimmt der Arbeitgeber keine ausreichende Maßnahmen um das Mobbingopfer zu schützen, kann der betroffene Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung verweigern und zwar solange bis der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist. Wichtig ist hier, dass das Mobbingopfer dem Arbeitgeber seine beabsichtigte Leistungsverweigerung unter Angabe von ganz konkreten nachvollziehbaren Gründen mitteilt.
• Schadensersatzansprüche

Zivilrechtlich hat ein Mobbingopfer die Möglichkeit seine Schäden an Leib, Leben, Freiheit oder Eigentum nach § 823 BGB gegenüber den mobbenden Kollegen oder dem mobbenden Chef als Entschädigung in Geld geltend zu machen.


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