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Kategorie: Anwalt Verkehrsrecht ,
31.12.2025 (Lesedauer ca. 2 Minuten, 1594 mal gelesen)
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Was ändert sich 2026 für Autofahrer?

Was ändert sich 2026 für Autofahrer? © freepik - mko

Neue Fristen, strengere Regeln und wichtige finanzielle Änderungen: Für Autofahrer bringt 2026 viele Neuerungen. Von der Pflicht zum Führerscheinumtausch über digitale Fahrzeugdokumente bis hin zu HU-Terminen für Fahrzeuge mit blauer Plakette – wer hier nicht rechtzeitig reagiert, riskiert Bußgelder und Punkte. Gleichzeitig verändern sich die Kfz-Steuer, die Pendlerpauschale und auch die Produkthaftung für Fahrzeuge und Software.

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Führerschein, HU & Co. – Fristen und neue Regeln


Wer einen Führerschein aus den Jahren 1999–2001 besitzt, muss diesen bis spätestens 19. Januar 2026 gegen den neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat umtauschen.
Als Ergänzung zum Kartenführerschein soll Ende 2026 in Deutschland der digitale Führerschein verfügbar sein. Der Führerschein und Fahrzeugschein ist dann über das Smartphone abrufbar.
Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette stehen 2026 zur Hauptuntersuchung an. Vorsicht Bußgeld: Wer die Hauptuntersuchung mehr als zwei Monate versäumt muss mit einem Bußgeld von 15 Euro rechnen, bei mehr als 4 Monaten Verspätung fällt ein Bußgeld von 25 Euro an und wer länger als 8 Monate mit der Hauptuntersuchung zu spät ist, zahlt 60 Euro Bußgeld, erhält einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und ggfs. Eine Anordnung einer Nachprüfung.

Produkthaftung jetzt auch für Auto-Software


Ab dem 9. Dezember 2026 gilt ein neues Produkthaftungsgesetz in Deutschland, das Autofahrern deutlich mehr Schutz bietet. Erstmals werden nicht nur klassische Produktfehler erfasst, sondern auch Schäden durch Software, digitale Dienste und KI-basierte Systeme, etwa wenn ein Assistenzsystem im Auto versagt. Neben Herstellern können künftig auch Dienstanbieter haftbar sein. Gleichzeitig wird die Beweisführung für Geschädigte erleichtert: Gerichte dürfen interne Daten anfordern, und verweigert ein Unternehmen die Herausgabe, wird vermutet, dass der Fehler beim Hersteller liegt.

Kfz-Steuer, Steuerbefreiung für E-Autos und Pendlerpauschale 2026


Ab 2026 ändert sich die Kfz-Steuer deutlich: Ratenzahlungen sind dann nicht mehr möglich, die Steuer muss für alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge komplett im Voraus beglichen werden. Gleichzeitig endet nach aktuellem Stand die Steuerbefreiung für neu zugelassene Elektroautos zum 31. Dezember 2025. E-Autos, die ab 2026 erstmals zugelassen werden, wären damit wieder voll steuerpflichtig. Zwar hat die Bundesregierung angekündigt, die Steuerfreiheit bis 2035 zu verlängern, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Ab 1. Januar 2026 wird die Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht. Damit will die Bundesregierung pendelnde Berufstätige steuerlich mehr als bisher entlasten.

erstmals veröffentlicht am 02.01.2024, letzte Aktualisierung am 31.12.2025

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