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Online-Kauf: Was kann oder sollte man online kaufen?

Woran erkennt man einen seriösen Online-Händler?

Der Internetauftritt eines Online-Händlers verrät viel über seine Seriösität: Sind der Inhaber des Unternehmens, seine Kontaktdaten, das Impressum, die Zahlungs- und Versandmodalitäten sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen einfach und transparent auf der Website zu finden? Gütesiegel, wie etwa Trusted Shops, s@fer Shopping (TÜV Süd) oder „internet privacy standards“ weisen ebenfalls auf ein seriösen Online-Händler hin.

Was tun, wenn die Artikelbeschreibung nicht mit der erhaltenen Ware übereinstimmt?

Beim Online-Kauf können die angebotenen Produkte nur auf Fotos mit einer passenden Artikelbeschreibung präsentiert werden. Käufer sollten diese Produktbeschreibungen genau lesen, denn sie stellt die zugesicherten Eigenschaften des Produkts dar. Wird die Ware geliefert und es fehlt eine zugesicherte Eigenschaft bei dem Produkt, hat der Käufer das Recht den Online-Kauf rückabzuwickeln. Allgemeine Geschäftsbedingungen, die Klauseln enthalten, dass Onlinehändler auch einen „gleichartigen“ Artikel liefern dürfen, sind unwirksam.

Ware mit falschem Preis eingestellt – was gilt?

Stellt ein Online-Händler Ware mit einem falschen Preis in seinen Online-Shop ist darin noch kein bindendes Angebot zu sehen. Das Angebot stellt die Bestellung des Online-Käufers dar, die dann vom Online-Händler angenommen werden muss. An dieser Stelle kann der Online-Händler seine Preisangaben noch einmal korrigieren.

Kann man alle Online-Käufe widerrufen?

Ein Online-Kauf kann europaweit innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Ausnahmen gibt es nur bei speziell nach Kundenwunsch angefertigten Waren, wie etwa ein Silberring mit Gravur, bei Hotelbuchungen und beim Online-Kauf von Konzert-Tickets. In diesen Fällen ist das Widerrufsrecht ausgeschlossen.

Was sollte man bei den Zahlungsbedingungen beim Online-Kauf beachten?

Ganz wichtig beim Online-Kauf: Keine Zahlung per Banküberweisung bzw. Vorkasse ohne den Erhalt der Ware, denn dies ist die unsicherste Zahlungsmodalität für den Käufer. Käuferfreundlichere Zahlungsarten sind die Kreditkarte, Rechnung und Nachnahme.

Was gilt es hinsichtlich der Versandkosten beim Online-Kauf zu beachten?

Macht ein Käufer beim Online-Kauf von seinem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch, darf er nicht mit den Kosten für den Versand belastet werden. Dies gilt allerdings nur, wenn er die Ware komplett zurück schickt und nicht einzelne Teile der Lieferung behält. Für diese Teillieferung muss er dann auch Versandkosten zahlen.

Letzte Aktualisierung am 2017-04-05

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