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Kategorie: Anwalt Mietrecht , 04.07.2016 (Lesedauer ca. 1 Minute, 1341 mal gelesen)

EM 2016: Was müssen Nachbarn tolerieren?

Es ist angepfiffen. Der Fußball bei der EM 2016 in Frankreich rollt. Lautstarke Diskussionen, jubelnde Fans und vierlorts schlicht Lärm bestimmen private Fußball-Partys oder Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen. Viele Anwohner und Mieter fragen sich wieder einmal, wie viel Lärm sie bei der EM 2016 ertragen müssen …

EM 2016: Bundesrat verabschiedet Lärmschutz-Sonderverordnung


Bei der EM 2016 in Frankreich wird ungefähr jedes zweite Fußballspiel um 21 Uhr angepfiffen. Damit aber auch nach 22 Uhr noch bei Toren gejubelt werden kann, hat der Bundesrat im Mai einer gesonderten Verordnung zum Thema Lärm zustimmt, die Ausnahmen vom Lärmschutz während der Fußball-EM vorsieht. So ist Public Viewing während der EM 2016 auch nach 22 Uhr möglich. Der Veranstalter einer öffentlichen Fernsehübertragung muss einen Antrag bei der Kommune stellen. Diese entscheiden dann im Einzelfall, ob der Schutz der Nachtruhe oder das öffentliche Interesse am Fußball überwiegt.

Fazit für die Anwohner


Anwohner von öffentlichen Übertragungsorten müssen daher Torjubel, Anfeuerungsrufe, Lärm oder (private) Fußball-Partys während der EM 2016 ertragen.

EM 2016: Private Fußball-Fans müssen Nachtruhe beachten


Schauen sich Fußball-Fans privat mit Freunden ein EM-Spiel an, müssen sie die Nachtruhe im Auge behalten. Das heißt Mitbewohner und Nachbarn müssen nach 22 Uhr kein lautes Gegröle ertragen. Auch Feiern im Freien ist dann nicht mehr erlaubt, auch nicht auf dem Balkon, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen 5 Ss Owi 475/89I). Hier sollten auch Fußball-Fans Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen und auf überflüssigen Lärm verzichten.

erstmals veröffentlicht am 03.06.2016, letzte Aktualisierung am 04.07.2016

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