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Fußball-Bundesliga: Zuschauer muss Schadensersatz wegen Zünden eines Knallkörpers im Fußballstadion leisten

Fußball-Bundesliga: Zuschauer muss Schadensersatz wegen Zünden eines Knallkörpers im Fußballstadion leisten © bluedesign - Fotolia

Ein spektakuläres Urteil in der Fußballszene: Ein Zuschauer muss dem Fußballverein 1. FC Köln Schadensersatz für die von ihm geleistete Verbandsstrafe zahlen, weil er während eines Heimspiels im Kölner RheinEnergieStadion einen Knallkörper gezündet hatte.

Der Mann hatte den Knallkörper, der aufgrund seiner Sprengenergie unter das Sprengstoffgesetz fällt, während des Spiels gegen den SC Paderborn 07 vom Oberrang auf den Unterrang der Tribüne Nord geworfen. Dabei wurden sieben Menschen verletzt. Der 1. FC Köln kassierte unter anderem wegen dieses Vorfalls eine Geldstrafe vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes e.V. in Höhe von 50.000 Euro. 30.000 Euro verlangte der 1. FC Köln daraufhin vom zündelnden Zuschauer zurückerstattet.

Knallkörper stören Spielablauf


Mit Recht, entschied nun letztinstanzlich der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 14/16). Jeder Zuschauer habe sich so zu verhalten, dass ein Fußballspiel ungestört durchgeführt werden könne. Das Werfen von Knallkörpern stört ein Fußballspiel in seinem Ablauf. Kommt es dadurch zu Schäden, muss der Zuschauer für diese Schäden haften. Einen solchen Schaden stellt auch die Geldstrafe des DfB gegenüber dem Bundesligisten 1. FC Köln dar – schließlich erfolgte sie aufgrund des Zuschauerverhaltens. Der Zuschauer hat daher die 30.000 Euro an den 1. FC Köln zu zahlen.

Knallkörperwurf kann strafrechtliche Konsequenzen haben


Ein Fußball-Zuschauer, der einen Knallkörper während eines Fußballspiels von Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg geworfen hatte, erhielt von der Staatsanwaltschaft Braunschweig eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Durch die Detonation des Knallkörpers hatte ein anderer Zuschauer ein Knalltrauma in seinem Ohr erlitten. Der Strafrahmen sieht hier eine Mindeststrafe von sechs Monaten Haft vor.

erstmals veröffentlicht am 13.10.2016, letzte Aktualisierung am 17.10.2016

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