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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 15.02.2016

Mobbing- So können sich Arbeitnehmer wehren!

Mobbing hat sich im Berufsalltag und im Arbeitsrecht in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Thema entwickelt. Dabei können die Auswirkungen von Mobbing im Job für den Betroffenen dramatisch sein. Mittlerweile ist es unbestritten, dass es aufgrund von Mobbing zu schweren seelische und körperliche Erkrankungen bei Arbeitnehmer kommen kann. Doch Mobbing-Opfer haben Rechte und können sich wehren!

Arbeitgeber unterliegt Fürsorgepflicht für Mobbing-Opfer


Arbeitgeber müssen ihre Arbeitnehmer vor Mobbing-Attacken schützen. Diese Fürsorgepflicht ergibt sich aus den gesetzlich verankerten Verpflichtungen des Arbeitgebers das Leben und die Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen, die Entfaltung seiner Persönlichkeit zu fördern und Benachteiligungen etwa aufgrund der Herkunft, Religion, politischen Einstellung oder sexuellen Identität zu vermeiden. Kommt der Arbeitgeber dieser Fürsorgepflicht nicht nach, drohen ihm Schadensersatzansprüche des Arbeitnehmers.

Rechte von Mobbing-Opfer


Zunächst haben Mobbing-Opfer wie alle Arbeitnehmer ein Beschwerderecht nach § 13 AGG und §§ 84 und 85 BetrVG, wenn sie sich ungerecht behandelt oder sonst wie benachteiligt oder beeinträchtigt fühlen.

Bedeutender ist allerdings für Mobbing-Opfer der Anspruch auf Beseitigung nach § 1004 Absatz 1 BGB. Sie können vom Arbeitgeber Beseitigungen und Unterlassen von Beeinträchtigungen verlangen. Dieser Anspruch geht aber nicht soweit, dass sie die Entlassung der Täter verlangen können.

Bleibt der Arbeitgeber untätig, hat der vom Mobbing betroffene Arbeitnehmer die Möglichkeit seine Arbeitsleistung zu verweigern. Dies kann er unter Angabe von konkreten Gründen so lange tun, wie der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nicht ausreichend nachkommt.

Letztlich können Mobbing-Opfer Schadensersatz vom Täter und auch vom Chef verlangen, wenn dieser seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen ist.

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