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Kategorie: Anwalt Zivilrecht , 20.11.2018 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Black – Friday: Das sollten Schnäppchenjäger wissen!

Black – Friday: Das sollten Schnäppchenjäger wissen! © mko - topopt

Am 23.11. ist Black Friday, der Shopping-Tag des Jahres. Schnäppchenjäger werden an diesem Tag online und im Einzelhandel mit großen Rabatten und Super-Angeboten gelockt. Blind sollten Sie diesen Angeboten allerdings nicht folgen und auf Kundenrechte verzichten Sie bei den Black-Friday-Angeboten auch nicht.

Kann ich beim Black Friday erworbene Ware umtauschen?


Lila Plüschpantoffeln, Kopfhörer im Leoparden-Look oder goldenen Eierlöffel- Im Rausch der Schnäppchenjagd kaufen Verbraucher auch schon mal Dinge aufgrund der extremen Preisreduzierung, die dann zu Hause ausgepackt nicht mehr gefallen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Kunden bei fehlerfreier reduzierter Ware kein generelles Umtauschrecht haben. Ob die Ware wegen Nichtgefallen umgetauscht werden kann, hängt allein von der Kulanz des Händlers ab. Es empfiehlt sich daher bereits beim Einkauf nach Umtauschmöglichkeiten bei reduzierter Ware nachzufragen und sich diese am besten auf dem Kassenzettel vermerken zu lassen.

Was ist mit defekter Ware beim Black-Friday-Deal - Umtausch möglich?


Auch die Ware die im Rahmen des Black Fridays erworben wird, muss grundsätzlich fehlerfrei sein. Der Kunde hat auch hier einen gesetzlich geregelten Gewährleistungsanspruch von zwei Jahren. Er muss die fehlerhafte Ware nicht in der Originalverpackung umtauschen und muss sich auch nicht auf einen Gutschein vom Händler einlassen. Der Händler darf auch hier zweimal eine Reparatur oder Ersatzlieferung durchführen, scheitern diese bekommt der Kunde sein Geld zurück. Um von den Gewährleistungsrechten problemlos Gebrauch machen zu können, sollte der der Kassenzettel zwei Jahre aufbewahrt werden!

B- Ware beim Black Friday- kürzere Gewährleistungsfrist!


Oft handelt es sich bei den am Black Friday angebotenen Produkten auch um sogenannte B-Ware oder Vorführmodelle. Das heißt, die Ware oder die Verpackung weisen kleine Mängel auf. Der Verkäufer muss auf diese Mängel hinweisen. Ein Loch im Pullover oder ein Riss in der Glasvase muss also auch auf dem Etikett oder direkt an der Ware gut erkennbar für den Käufer gekennzeichnet sein. Diese Produktfehler kann der Kunde nach dem Kauf nicht mehr reklamieren. Andere- nicht ausgewiesene- Fehler können allerdings nach wie vor beanstandet werden.

Wichtig zu wissen: Bei B-Ware hat der Käufer nur eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von 12 Monaten, anstatt 24 Monate bei Neuware. Auch hier empfiehlt sich, den Kassenzettel während der Gewährleistungsfrist aufzubewahren- nur dann ist ein Umtausch, beziehungsweise eine Reklamation der Ware möglich.


erstmals veröffentlicht am 14.05.2018, letzte Aktualisierung am 20.11.2018

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