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Kategorie: Anwalt Zivilrecht , 26.12.2016

Bis wann können Weihnachtsgeschenke umgetauscht werden?

Bis wann können Weihnachtsgeschenke umgetauscht werden? © Kzenon - Fotolia

Der Weihnachtszauber und die Bescherung sind vorbei, übrig bleiben manchmal auch ungeliebte Geschenke. Hier stellt sich die Frage, bis wann Parfüm, Socken oder die Halskette umgetauscht werden können? Denn eigentlich gibt es kein Recht auf Umtausch oder gar Rücknahme.

Grundsätzlich kein Umtauschsrecht


Zuerst die schlechte Nachricht: Händler müssen Waren wegen "Nicht-Gefallen" nicht zurücknehmen und umtauschen. Es gibt aber viele Geschäfte die aus Servicegründen ihren Kunden ein Umtauschsrecht – in manchen Fällen bis Ende Januar – einräumen. Auf der sicheren Seite ist ein Käufer, wenn er sich das Recht zum Umtausch auf dem Kassenzettel bestätigen lässt. Ansonsten lohnt sich ein Blick in die AGB des Unternehmen.

Geld oder Gutschein?


Es besteht für Händler keine Verpflichtung dem Kunden den Kaufpreis für sein unbeliebtes Geschenk zurück zu erstatten. Es steht dem Handel frei, in diesem Fall einen Gutschein in Höhe des Warenwertes auszustellen. Nur bei Reklamationsfällen muss sich der Kunde nicht mit einem Gutschein abspeisen lassen.

Defekte Geschenke


Sind Geschenke kaputt oder fehlerhaft, können Sie normalerweise zwei Jahre ab dem Kauf reklamiert werden. In den ersten sechs Monaten muss der Käufer noch nicht einmal nachweisen, dass die Ware bereits beim Kauf defekt war. Der Verkäufer hat bei einer kaputten oder fehlerhaften Ware dann das Recht auf Nacherfüllung. Er kann die Ware also reparieren (lassen) oder austauschen. Erst wenn die Nacherfüllung nicht gelingt, kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten - dann erhält er den gesamten Betrag zurück - oder eine Minderung fordern, wenn er die Ware dennoch behalten möchte.

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