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Kategorie: Anwalt Mietrecht , 08.11.2016 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Kalte Wohnung- müssen Mieter frieren?

Kalte Wohnung- müssen Mieter frieren? © anderssehen - Fotolia

Funktioniert die Heizung? Das ist die erste Frage, die man sich stellt, wenn die Temperaturen wie jetzt im Herbst deutlich fallen. Welche Möglichkeiten haben Mieter, wenn draußen bei kaltem Wetter die Heizung drinnen nicht funktioniert? Fakt ist: Mieter sollten und können ihrem Vermieter dann ordentlich einheizen …

Wie warm muss eine Mietwohnung sein?


Die Heizperiode beginnt bei Mietimmobilien in der Regel im Oktober und läuft bis April. Während dieser Zeit sollte in den Wohnräumen eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad herrschen.

Was tun, wenn die Heizung komplett ausfällt?


Fällt die Heizung komplett aus, muss der Vermieter umgehend von dieser Notlage informiert werden. Ist er nicht erreichbar oder reagiert nicht, kann der Mieter auch selbst einen Heizungsbauer für die Reparatur der Heizung kontaktieren.

Wie hoch darf die Miete beim Heizungsausfall gemindert werden?


Fällt die Heizung in der Mietwohnung aus, besteht für den Mieter die Möglichkeit die Miete zu mindern. Die Höhe der Mietminderung liegt zwischen 20 und 100 Prozent, je nachdem wie viele Räume und für welchen Zeitraum die Wohnung kalt bleibt. Fällt die Heizung und Warmwasserversorgung total aus, so darf nach einem Urteil des Amtsgerichts Nürnberg (Aktenzeichen 16 C 127/16) die Miete in den Monaten Oktober bis April um 85 Prozent gemindert werden, in den übrigen Monaten um 60 Prozent.

Kommt es zu Gesundheitsschäden aufgrund der kalten Mietwohnung, kann der Mieter das Mietverhältnis fristlos kündigen.

In diesen Fällen empfiehlt es sich zur bestmöglichen Durchsetzung Ihrer Rechte einen Anwalt mit einer Spezialisierung auf Mietrecht zu kontaktieren.

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