anwaltssuche
Kategorie: Anwalt Mietrecht , 07.03.2018

Wohnfläche: Balkon darf nur mit 25 Prozent berechnet werden

Wohnfläche: Balkon darf nur mit 25 Prozent berechnet werden © flashpics - Fotolia

Die Miete für eine Wohnung errechnet sich in der Regel aufgrund der Wohnfläche. Jetzt hat das Landgericht Berlin entschieden, dass ein Balkon nur zu 25 Prozent als Wohnfläche berechnet werden darf.

In einem Rechtsstreit um eine Mieterhöhung wurde vom Mieter die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche bestritten, die für eine Erhöhung der Miete letztlich maßgeblich ist. Das Landgericht Berlin (Aktenzeichen 18 S 308/13) stellte in diesem Rechtsstreit klar, dass ein nutzbarer Balkon nur zu 25 Prozent zur nutzbaren Wohnfläche hinzugezogen werden darf.

Wohnflächenverordnung ist maßgeblich


Maßgeblich für die Berechnung der Wohnfläche sei hier die Wohnflächenverordnung wie auch DIN-Vorschriften. Danach sei klar geregelt, dass Terrassen, Balkonen und Wintergärten nur zu 25 Prozent angerechnet werden dürfen. Das es mittlerweile gängige Praxis von vielen Vermietern sei, den Balkon zur Hälfte mit zur Wohnfläche zu berechnen, sei unerheblich.

Lesen Sie hier weitere Fachartikel im Themenbereich Mieten & Vermieten
Hier finden Sie bundesweit Rechtsanwälte für Mietrecht

War dieser Expertentipp für Sie hilfreich?
Eigene Bewertung abgeben: stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Diese Beiträge könnten Sie interessieren:
Kategorie: Anwalt Arztrecht 22.12.2015
Ärzte stellen privat Versicherten ihre Leistungen direkt in Rechnung. Aber auch gesetzlich Krankenversicherte können bei IGeL-Leistungen eine privatärztliche Rechnung erhalten. Solche Rechnungen können leicht höher ausfallen, als man vorab recherchiert hat. Warum?
Kategorie: Anwalt Mietrecht 12.09.2016
Die Miete für Wohnungen und Häuser ist ein viel diskutiertes Thema, das einen großen Teil der deutschen Bürger betrifft. Hierzulande gelten, im Vergleich zu andern Ländern, ausgedehnte Mieterschutzrechte, die es zu kennen bzw. zu beachten gilt.
Kategorie: Anwalt Mietrecht GKS Rechtsanwälte 29.07.2010 (356 mal gelesen)

In ständiger Rechtssprechung vertritt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Auffassung, dass ein Rückzahlungsanspruch eines Mieters für „überzahlte“ Miete jedenfalls dann besteht, wenn die Wohnfläche der Mietwohnung mehr als zehn Prozent von der im Vertrag vereinbarten Wohnfläche abweicht.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.6875 / 5 (16 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Mietrecht 24.11.2015 (675 mal gelesen)

Eine Mieterhöhung muss auf der Grundlage der tatsächlichen Wohnfläche erfolgen - egal, ob und wie hoch die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche abweicht. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit seine bisherige Rechtsprechung zum Teil aufgegeben.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.7142857142857144 / 5 (35 Bewertungen)


Alle Expertentipps zum Thema Mieten & Vermieten