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Anwalt gemeinsames Sorgerecht Augsburg

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Rechtsanwalt Dr. jur. Werner Dorn
Rechtsanwälte Dorn
Rechtsanwalt · Fachanwalt für Arbeitsrecht · Fachanwalt für Familienrecht
Konrad-Adenauer-Allee 33, 86150 Augsburg
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Info zu gemeinsames Sorgerecht
Besonders hervorzuheben: Das gemeinsame Sorgerecht, ausgeübt von beiden Elternteilen, ist der vom Familienrecht vorgesehene und gewollte „Normalfall“.  Das Gesetz sieht vor, dass beide Eltern das Sorgerecht in eigener Verantwortung und in gegenseitigem Einvernehmen ausüben. Im Vordergrund steht dabei das Wohl des Kindes.

Was ist die elterliche Sorge?

Die elterliche Sorge ist untergliederbar in Vermögenssorge (Eltern verwalten das Vermögen des Kindes und entscheiden über seine Verwendung) und Personensorge (Pflege, Erziehung, medizinische Betreuung des Kindes, Schulwahl, Freizeitgestaltung usw.).

Grundsätzlich steht beiden Eltern das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder zu, die in ihrer Ehe geboren werden. Das ist „automatisch“ der Fall. Drücken kann man sich davor nicht. Bei unverheirateten Eltern hat die Mutter automatisch mit der Geburt das Sorgerecht. Ein gemeinsames Sorgerecht ist dadurch zu erreichen, dass der Vater gemeinsam mit der Mutter vor dem Jugendamt die Vaterschaft anerkennt und die Eltern eine  Sorgerechtserklärung abgeben. Die Erlangung des Sorgerechts ist für den Vater auch gegen den Willen der Mutter möglich („Sorgerecht einklagen“). Eltern, die bei der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet sind, erlangen das gemeinsame Sorgerecht durch die Heirat. 

Gemeinsame Sorge und Scheidung

Wenn sich die Eltern trennen oder scheiden lassen, so ändert das am gemeinsamen Sorgerecht zunächst einmal nichts. Ein bisheriges gemeinsames Sorgerecht bleibt weiter bestehen. Im Scheidungsverfahren ist die gemeinsame Sorge kein Verhandlungsgegenstand. Auf Antrag (und nur auf Antrag) kann in Verbindung mit dem Scheidungsverfahren auch ein Sorgerechtsverfahren bei Gericht anhängig gemacht werden.

Das Familiengericht wird sich allerdings dann mit der Sorgerechtsfrage befassen (müssen), wenn jeder Elternteil das Kind für sich beansprucht und die Eltern sich nicht einigen können, wo und bei wem das Kind leben soll. Eine Sorgerechtsübertragung auf nur einen Elternteil (alleiniges Sorgerecht) erfordert besondere Gründe, die im Kindeswohl liegen müssen. Wichtig: Bekommt ein Elternteil durch die Sorgerechtsübertragung das alleinige Sorgerecht zugesprochen, so ändert das nichts am Recht des anderen Elternteils, sein Kind weiterhin zu sehen (Umgangsrecht, Besuchsrecht).

Fragen zum gemeinsamen Sorgerecht? Ihre Fragen beantwortet unser Anwalt für Familienrecht in Augsburg.
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