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Fachanwalt Medizinrecht

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Der Fachanwalt für Medizinrecht ist oft ein "halber" Arzt

Spezialisierung ist auch für Anwälte wichtig. Das gilt in besonderem Maß für das Medizinrecht - ein Rechtsgebiet, in dem ein Anwalt ohne eine gehörige Portion medizinischer Kenntnisse kaum bestehen kann. Um einen medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können und um seine möglichen juristischen Folgen einschätzen zu können, braucht es mindestens solides medizinisches Basiswissen. Im Medizinrecht geht es schließlich um das Rechtsverhältnis zwischen Arzt und Patient, um die Honorierung ärztlicher Leistungen und um die Arzthaftung - der medial sehr strapazierte Bereich, in dem Begriffe wie Ärztepfusch und ärztlicher Kunstfehler zu Hause sind, und in dem "Patientenanwälte" ihre Mandanten vertreten.

Fachanwälte im Medizinrecht sind in zwei Fachgebieten zu Hause

Wer sich mit seinem Anliegen an einen Fachanwalt für Medizinrecht wendet, kann Spezialwissen voraussetzen. Manche Anwälte, die sich auf die Vertretung von Patienten spezialisiert haben, besitzen sogar eine medizinische Ausbildung. Den Fachanwaltstitel für Medizinrecht dürfen aber nur solche Anwälte führen, die entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen nachgewiesen und Prüfungen vor der Anwaltskammer abgelegt haben. Erst dann bekommen sie von der Kammer den Fachanwaltstitel verliehen. Ein Patient, der durch einen ärztlichen Behandlungsfehler Schaden erlitten hat, kommt nur mit der besten Unterstützung weiter. Kommt es zu einem Verfahren oder zu einer Anklage, so kann man damit rechnen, dass die Anwälte der Gegenseite (das ist in der Regel eine ärztliche oder zahnärztliche Berufshaftpflichtversicherung) mit Sicherheit sehr erfahrene Medizinrechtler sind. Wenn man ihnen nicht auf Augenhöhe begegnen kann, sind die Chancen auf einen Erfolg in eigener Sache gering.

Wenn der Arzt haften muss: Ärztepfusch und Behandlungsfehler

Ein guter Teil der juristischen Auseinandersetzungen im Medizinrecht sind die erwähnten "Ärztepfusch"-Verfahren. Patienten, die durch einen Kunstfehler eine Schädigung erleiden mussten, sind oft besonders hart getroffen. Auf der einen Seite hinterlassen (mögliche) Behandlungsfehler schwere physische und psychische Narben, auf der anderen Seite sind wirtschaftliche Schäden die Folge (oft bis hin zur Berufsunfähigkeit). Allzu verständlich, dass ein Betroffener um Schmerzensgeld und/oder Schadenersatz bemüht ist. Regelmäßig verweigern Versicherer die Zahlung (es geht um hohe Summen), der Arzt bestreitet einen Fehler, man sitzt als Betroffener buchstäblich auf dem Trockenen. Der Anwalt eines solchen Mandanten braucht daher neben den erwähnten Fachkenntnissen sowohl Überzeugung als auch Nachdruck gegenüber seinen generischen Kollegen.

Auch ein Thema: Krankenhaushaftung und Medizinproduktehaftung

Viele Fachanwälte für Medizinrecht haben sich ausschließlich auf die Arzthaftung spezialisiert und vertreten hier Rechte von Patienten ("Patientenanwälte"). Das Medizinrecht greift jedoch weiter. Es umfasst auch die Krankenhaushaftung (Behandlungsfehler im Krankenhaus) und die "Medizinproduktehaftung": Medizinprodukte wie z.B. Gelenkprothesen, Implantate (Silikonkissen) etc. weisen Qualitätsmängel bzw. Konstruktionsfehler auf (hier kommt zusätzlich das Produkthaftungsgesetz ins Spiel), und der Patient erleidet einen Schaden. Er hat in diesem Fall möglichweise einen Anspruch auf Schadenersatz, bzw. Schmerzensgeld, auf Ersatz der Heilungskosten, oder, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit, sogar auf eine Rente.

Kostenübernahme in der GKV " auch hier kann der Fachanwalt helfen

Auch die Fragen der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) sind Teil des Medizinrechts. In der Regel werden Behandlungen und Verordnungen durch Kassenärzte nur dann übernommen, wenn sie im sogenannten "Leistungskatalog" enthalten sind. Allerdings muss sich ein Patient nicht damit abfinden, wenn er von einem erfolgreichen neuen Verfahren hört, das Heilung verspricht, aber nicht im Leistungskatalog enthalten ist. Verordnet ein Arzt das Verfahren, so muss die Kasse die Übernahme der Kosten zumindest prüfen. Sie wird häufig ablehnen - doch es bleiben weitere Rechtsmittel, zuletzt der Weg zum Sozialgericht. Auch wenn hier keine Anwaltspflicht besteht, so kann ein versierter Medizinrechtler die Chancen eines Patienten durch seine Kenntnisse in Materie und Verfahren doch wesentlich verbessern. Bei privaten Krankenversicherern sind Fragen der Kostenübernahme im Versicherungsrecht geregelt. Nicht wenige Fachanwälte für Medizinrecht haben aus diesem Grund auch hier profunde Kenntnisse. Ohne eine gute und fachkundige Beratung sind Rechtsprobleme im Medizinrecht kaum zu stemmen. Ein Fachanwalt für Medizinrecht wird Sie dabei unterstützen, richtige und fundierte Entscheidungen zu treffen. Hier finden Sie einen gleich in Ihrer Nähe!