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Mietrecht , 11.03.2016

5 Top-Gründe die Miete zu mindern!

Feuchte Wände, Lärm, undichte Fenster oder ein ständig defekter Aufzug: Gründe die Miete zu mindern gibt es viele. Wir haben die fünf Top-Gründe für eine Mietminderung für Sie zusammengestellt und zeigen, wie man dagegen vorgeht.

Top-Grund: Feuchtigkeit und Schimmel


Eine feuchte oder mit Schimmel befallene Wohnung kann sich für Mieter zu einem erheblichen Gesundheitsriskio entwickeln. Vermieter ziehen sich in diesen Fällen gerne auf die Position zurück, dass ein falsches Lüftungsverhalten des Mieters zu Schimmel oder feuchten Wänden geführt hat. Kann der Mieter aber nachweisen, dass sein Lüftungsverhalten in Ordnung ist und die Schimmelbildung aufgrund der Bausubstanz entstanden ist, kann er die Miete mindern. Im Extremfall sogar um 100 Prozent, entschied das Amtsgericht München (Aktenzeichen 412 C 11503/09).

Top-Grund: Lärm


Baulärm, Verkehrslärm oder schreiende Kinder in der Nachbarwohnung: Lärm stellt für Mieter immer wieder ein Problem dar, dass er aber nicht einfach so hinnehmen muss. Baulärm berechtigt den Mieter etwa, die Miete um 10 Prozent zu mindern, so das Oberlandesgericht München (Aktenzeichen 3 U 3422/06). Auch Verkehrslärm kann ein Mietminderungsgrund sein, wenn er nicht als vertragsgemäßer Zustand der Wohnung zwischen Mieter und Vermieter vereinbart wurde. Bei Lärm aus der Nachbarwohnung müssen sich die Nachbarn an die Ruhezeiten von 22 Uhr bis 8 halten, ansonsten kann die Miete gemindert werden.

Top-Grund: Geruchsbelästigung


Wenn Essens- oder Müllgerüche aus anderen Mietwohnungen in die eigene Wohnung ziehen, ist das eine erhebliche Beeinträchtigung und führt zu einem Anspruch auf Mietminderung, entschied etwa das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (Aktenzeichen 213 C 94/10).

Top-Grund: Einbaumöbel defekt


Wenn in der Mietwohnung etwa die Dusche oder Badewanne defekt ist und nicht mehr genutzt werden kann, führt das zu einer Mietminderung von 18 Prozent, entschied das Amtsgericht Goslar (Aktenzeichen 8C716/72).

Top-Grund: Allgemeine Technik defekt


Eine Mietminderung von 15 Prozent sprach das Ladgericht Berlin (Aktenzeichen
61 S 171/80) einem Mieter zu, in dessen Wohnung die Gegensprechanlage und die Türschlossanlage kaputt waren.

So gehen Sie bei einer Mietminderung richtig vor


Tritt ein Mangel in einer Mietwohnung auf, sollten Mieter wie folgt vorgehen: Zunächst den Mietmangel gegenüber dem Vermieter unverzüglich anzeigen und dokumentieren. Dem Vermieter eine realistische Frist zur Beseitigung des Mietmangels setzen. Bleibt der Vermieter daraufhin untätig, kann der Mieter die Miete mindern und gegebenenfalls den Mangel selbst auf Kosten des Vermieters beseitigen lassen.

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