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Rechtliches zur Miete

Die Miete - Nutzungsentgelt für Wohnräume

Man kann alles Mögliche mieten: Skier, Autos, Werkzeuge, Drucker, Segelboote. Wenn man aber von „der“ Miete spricht, ist so gut wie immer die Wohnungsmiete gemeint, die man regelmäßig an seinen Vermieter entrichtet, in der Fachsprache auch Mietzins genannt. Eigentlich ist die Miete eine Art Nutzungsentgelt, für das der Vermieter dem Mieter Wohnräume (oder auch Gewerberäume) überlässt - auf Zeit, je nach Vertrag. Der Mietvertrag ist auch das Kernstück (und leider häufig der Streitgrund) im Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter. Hier sollten die wesentlichen Details der Mieter- und Vermieterpflichten unmissverständlich geregelt sein. Doch das sind sie häufig wohl nicht, wie zahllose Rechtsstreitigkeiten im Mietrecht vermuten lassen. Natürlich bleibt auch immer Spielraum offen, wie die Inhalte des Mietvertrages zu verstehen seien. Jedenfalls wird hier gerne und heftig gestritten.

Die Miete beruht auf Vereinbarungen zwischen Vermieter und Mieter

Bei der Miete ist vieles zwischen Mieter und Vermieter prinzipiell frei vereinbar: die Art der Mietzahlung, der Zeitpunkt der Zahlung, ihre Höhe (sofern es keine gesetzlichen Einschränkungen gibt, bei der Miethöhe etwa gegen Mietwucher). Auch in der Wahl der Vertragsform sind Mieter und Vermieter frei: Ein Mietverhältnis braucht nicht einmal einen schriftlichen Mietvertrag. Aber: Auch wenn es mündlich möglich wäre, mündlich geschlossene Mietverträge sind keinesfalls anzuraten. Wer was wann gesagt hat und was vereinbart wurde, ist später schlecht nachzuvollziehen. Der Streit ist also immer gerade um die Ecke.

Was zur Miete gehört

Die Miete setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Hier fallen Begriffe wie Nettomiete, Warmmiete, Kaltmiete, Grundmiete, Inklusivmiete, Staffelmiete, Indexmiete, Nebenkosten, Betriebskosten, usw. In der Regel deckt der reine Mietzins, meist monatlich zu zahlen, die Miete der Wohnfläche ab. Weitere Kosten für den Mieter kommen dann dazu (und sind entsprechend im Mietvertrag vereinbart), etwa die Kosten für die Heizung, den Hausmeister, für Versicherungen, die der Vermieter zahlen muss usw. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Nebenkosten. Der Vermieter kann allerdings nur die so genannten umlagefähigen Nebenkosten an seinen Mieter weitergeben. Was er sich vom Mieter holen darf, ist gesetzlich genauestens geregelt (und zwar in der Betriebskostenverordnung).

Kontrollmechanismen für die Miete

Einschränkungen der freien Vereinbarkeit der Mietzinses / der Miete bestehen durch so genannte Mietpreisbindungen, wie sie z.B. für den sozialen Wohnungsbau gelten (können). Auch dürfen Vermieter die Miete nicht beliebig erhöhen: Es gibt gesetzliche Vorgaben, die allzu forsche Mieterhöhungen verhindern sollen. So hat der Gesetzgeber zum Beispiel mit der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ einen Fixpunkt gesetzt: Der Vermieter darf die Miete erhöhen, darf dabei aber nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete gehen. Der unkontrollierten Preisentwicklung bei den Mieten, vor allem in Ballungsräumen, soll die (gesetzliche) Mietpreisbremse Einhalt gebieten. Sie gilt in besonders ausgewiesenen Regionen Deutschlands, die von einer rasanten Preisentwicklung betroffen sind. Die Regionen werden von den Bundesländern festgelegt. Die Mietpreisbremse begrenzt die Mieterhöhung bei Mieterwechsel: Sie legt fest, dass die Miete bei einer Neuvermietung nur noch maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf.

Miete und Gewerbemiete

Wenn Geschäftsleute Büroraum oder sonstigen Gewerberaum mieten, gelten völlig andere Voraussetzungen für die Miete. Zunächst greifen bei der Gewerbemiete die meisten Mieterschutzvorschriften nicht. Das Gesetz geht davon aus, dass sich bei der Aushandlung von Gewerbemietverträgen ebenbürtige Verhandlungspartner gegenüberstehen. Ein besonderer Mieterschutz muss daher nicht unbedingt gelten. Besonders die Laufzeiten, die Kündigungsfristen und die Möglichkeiten der jährlichen Mieterhöhung für den Vermieter sehen in der Regel bei der Gewerbemiete völlig anders aus. Hier ist also Vorsicht geboten – und ein genaues Studium der entsprechenden Vertragsbestandteile und Klauseln. In allen Angelegenheiten, die sich um die Miete und das Mietrecht drehen, finden Sie versierte fachliche Unterstützung bei einem Rechtsanwalt für Mietrecht. Der unterstützt Sie, wenn es um Ihr Recht geht. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Mietrecht in Ihrer Nähe!

Letzte Aktualisierung am 2016-09-12

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