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Verkehrsrecht , 27.05.2010

Drei Viertel aller Europäer kennen das Alkohollimit nicht

Nur 27 Prozent der EU-Bürger über 15 Jahre wissen, ab welcher Alkoholkonzentration im Blut sich Autofahrer im jeweiligen Land strafbar machen. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam eine Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission, in der die Einstellung der Europäer zum Alkoholkonsum unter die Lupe genommen wurde. 37 Prozent gaben ihr Nicht-Wissen zu, 36 Prozent nannten einen falschen Promille-Wert.

Nur 27 Prozent der EU-Bürger über 15 Jahre wissen, ab welcher Alkoholkonzentration im Blut sich Autofahrer im jeweiligen Land strafbar machen. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam eine Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission, in der die Einstellung der Europäer zum Alkoholkonsum unter die Lupe genommen wurde. 37 Prozent gaben ihr Nicht-Wissen zu, 36 Prozent nannten einen falschen Promille-Wert.

Die meisten richtigen Antworten (75 Prozent) wurden in Tschechien gegeben: 0 Promille. In Belgien (0,5 Promille) hingegen irrten sich 82 Prozent, während 91 Prozent aller befragten Malteser (0,8 Promille) die Antwort schuldig blieben. Die Hälfte der befragten Deutschen hatte die richtige Antwort (0,5 Promille) parat, aber 38 Prozent irrten sich. Personen mit höherem Einkommen sowie Männer wissen im Allgemeinen besser Bescheid, ergab die im Oktober 2009 unter rund 27 000 Personen gestartete Befragung. 60 Prozent der Teilnehmer gaben an, mindestens einmal pro Woche Auto zu fahren. Aber auch in dieser Gruppe wussten nur 32 Prozent, ab welchem Promillesatz sie das nicht mehr dürfen. Auf die Frage, ab wie vielen Drinks nicht mehr gefahren werden sollte, antworteten 15 Prozent, dass jeder Tropfen zu viel wäre. 20 Prozent meinten, schon nach dem Genuss eines alkoholischen Getränks sollte man sich nicht mehr ans Steuer begeben. 27 Prozent hielten Fahren nach einem Glas Bier oder Wein für sicher, 14 Prozent befanden zwei Gläser für Autolenker akzeptabel. Dieser Prozentsatz war in Frankreich (32 Prozent), Belgien (36 Prozent), Luxemburg (37 Prozent) und Zypern (38 Prozent) besonders hoch. Grund zur Sorge liefert auch der relativ hohe Anteil an regelmäßigen Fahrern (16 Prozent), die meinten, auch nach zwei bis drei Gläschen sicher fahren zu können, während nur 14 Prozent der gelegentlichen Lenker oder 12 Prozent der Nicht-Fahrer diese Meinung vertraten. Zur Erinnerung: Null Promille gelten in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. In Estland, Schweden und Polen liegt das allgemeine gesetzliche Limit bei 0,2 Promille, in Litauen bei 0,4 Promille. Mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Malta (0,8 Promille) darf in allen anderen EU-Ländern ab 0,5 g Alkohol pro Liter Blut nicht mehr gefahren werden.

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