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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 03.04.2017 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Wann ist eine Mediation im Arbeitsrecht sinnvoll?

Wann ist eine Mediation im Arbeitsrecht sinnvoll? © Creativa Images - Fotolia

Kündigung, Überstunden oder Mobbing: Vielfältige Konflikte bestimmen für Chefs und Mitarbeiter den Arbeitsalltag. Eskaliert ein Konflikt vor Gericht wird das oft teuer und kann ein Unternehmen unter Umständen lahm gelegt werden. Eine Mediation im Arbeitsrecht kann hier ein geeigneter Weg sein, den Konflikt schnell und kostengünstig zu lösen.

Was versteht man unter Mediation im Arbeitsrecht?


Unter Mediation im Arbeitsrecht versteht man ein freiwilliges, strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung. Es wird begleitet von einem in arbeitsrechtlichen Fragen qualifizierten, unabhängigen Dritten – dem Mediator.

Wie läuft eine Mediation im Arbeitsrecht ab?


Im Rahmen eines Mediationsverfahren können die Konfliktparteien ihre Perspektive des Konflikts darstellen. Der Mediator sammelt darüber hinaus Fakten, um sich ein objektives Bild der arbeitsrechtlichen Konfliktlage zu verschaffen. Danach wird er anhand von speziellen Kommunikations- und Verhandlungstechniken den Konfliktparteien dabei helfen, ihren Konflikt freiwillig und eigenständig zu lösen. In der Regel sind dafür mehrere Mediationssitzungen erforderlich.

Welche Vorteile hat eine Mediation im Arbeitsrecht?


Ein bedeutender Vorteil der Mediation im Arbeitsrecht ist die hohe Einigungsquote. Gegenüber langwierigen und teuren Gerichtsverfahren kommt die Mediation im Arbeitsrecht zu schnellen Ergebnissen. Auch wird bei der Mediation im Arbeitsrecht eine Vertraulichkeit und Diskretion gewährleistet, die für Unternehmen in vielen Fällen immens wichtig ist. Ein weiterer vorteilhafter Aspekt ist, dass die Konfliktparteien in der Regel auch nach Beilegung des Streits miteinander zu tun haben. Eine Mediation im Arbeitsrecht kann den Raum für Gespräche schaffen, um auch zukünftig eine gute Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Was gilt es bei einer Mediation im Arbeitsrecht zu beachten?


Konfliktparteien die im Arbeitsleben eine Mediation durchführen möchte, sollten eine Mediationsvereinbarung abschließen. Damit wird in der Regel ein Klageverzicht bis zum Ende des Mediationsverfahrens verbunden. Dies hat die Konsequenz, dass eine trotzdem erhobene Klage vom Gericht als unzulässig abgewiesen würde. In der Mediationsvereinbarung sollte auch eine mit Beginn des Mediationsverfahrens verbundene Hemmung der Verjährung von Ansprüchen vereinbart werden, um Nachteile etwa für Arbeitnehmer zu vermeiden.

Ist Mediation auch im kollektiven Arbeitsrecht möglich?


Mediation bietet sich insbesondere im Tarif- und Arbeitskampfrecht an. Maßnahmen des Arbeitskampfes sind nämlich erst unter Ausschöpfung aller Verständigungsmöglichkeiten erlaubt. Im Betriebsverfassungsrecht ist zudem geregelt, dass zunächst eine Einigungsstelle versuchen soll Konflikte zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber einvernehmlich zu lösen.

Arbeitsrechtsmediator unverbindlich kontaktieren


Konflikte im Arbeitsrecht haben vielfältige und komplexe Sachverhalte und Perspektiven. Ein Mediator für Arbeitsrecht ist ein kompetenter und vertrauensvoller Ansprechpartner um Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einer zufriedenstellenden Lösung ihres Konflikts zu verhelfen.



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