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Mietwohnung: Überblick aus rechtlicher Sicht

Letzte Aktualisierung am 13.09.2016 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Mietwohnung ohne Mietvertrag geht gar nicht

Sie haben sich vorgestellt, lange diskutiert, einen guten Eindruck gemacht - schließlich hat Ihr neuer Vermieter genickt. Sie sind sich handelseinig geworden, und jetzt halten Sie den neuen Mietvertrag in Ihren Händen. Unzweifelhaft Ihre Traum-Mietwohnung, zentral gelegen, Dachgeschoss mit Balkon. Was kommt jetzt auf Sie zu, neben der monatlichen Mietzahlung, die für Sie nicht gerade leicht zu bestreiten ist, denn die Miete liegt an der oberen Grenze. Zunächst einmal: Sie sind nicht allein, denn Sie teilen das Schicksal des Bezugs einer neuen Wohnung mit ca. 3 Millionen anderen Deutschen Mietern, die pro Jahr neu einziehen. Sie haben einen Mietvertrag abgeschlossen, der die wesentlichen Rechte und Pflichten regelt, nicht nur Ihre, sondern auch die Ihres Vermieters. Wichtige Punkte sollten hier so geregelt sein, dass sie für beide Seiten Klarheit schaffen. Und dann ist da noch das Mietrecht, das in Deutschland eine kräftige soziale Komponente aufweist, die das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Mieter und Vermieter berücksichtigen soll.

Was im Mietvertrag stehen darf

Das wichtigste ist der Mietvertrag. Er muss passen, sonst macht auch die schönste Wohnung nicht glücklich. Vermieter mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis und wenig Vertrauen in ihre Mieter tendieren dazu, hohe Auflagen und Einschränkungen zu machen, die sich in entsprechenden Klauseln im Mietvertrag niederschlagen. Sie verbieten den Gebrauch von Musikinstrumenten, und das Halten von Haustieren, schränken den Mieter in seinen Gestaltungsmöglichkeiten ein etc. So versuchen sie, möglichst viele „Mieter-Risiken“ von vornherein zu eliminieren. Fakt ist allerdings, dass der Vermieter bestimmte Dinge nicht einfach per Mietvertragsklausel verbieten kann. Der Mietvertrag einer Mietwohnung muss dem aktuellen Stand des Mietrechts entsprechen, und das sichert dem Mieter weit gehende Freiheiten zu. So lässt sich zum Beispiel die Haltung von Haustieren nicht generell im Mietvertrag verbieten. Das gleich gilt auch für den Gebrauch von Musikinstrumenten. In Ihrer Mietwohnung dürfen Sie musizieren. Sie sind allerdings verpflichtet, die Ruhezeiten einzuhalten. Logische Konsequenz: Vertragsklarheit ist wichtig. Bevor Sie den Vertrag für Ihre Mietwohnung unterschreiben, sollten Sie nicht nur wissen, was drinsteht sondern auch, was es bedeutet.

Wesentliche Pflichten für die Mieter einer Mietwohnung

Niemand wird seinen Mietvertrag auswendig kennen. Grob wissen, was drinsteht, sollte man trotzdem, sonst hakt es schnell zwischen Vermieter und Mieter. Was nicht im Mietvertrag steht, regelt das Gesetz. Die wichtigsten Mieterpflichten im Vorbeiflug:
  • Pünktliche Zahlung der Wohnungsmiete. Bleibt die Mietzahlung aus kann es problematisch werden mit der Mietwohnung. Ernst wird es spätestens, wenn die Zahlung zwei Mal ausbleibt, Dann kann der Vermieter außerordentlich und fristlos kündigen.
  • Die Hausordnung beachten. Die Rücksicht auf Mitmieter gehört eigentlich zu den Selbstverständlichkeiten. Sind Nachtruhe und Ruhezeiten nicht im Mietvertrag gesondert aufgeführt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
  • Untervermietung ist unzulässig. Ohne die Zustimmung des Vermieters ist die Untervermietung einer Mietwohnung unzulässig (es sei denn, das ist vertraglich anders geregelt). Besuch haben gehört zu Ihren Rechten - für ein paar Tage jederzeit.
  • Mängel müssen dem Vermieter angezeigt werden. Wenn Fenster undicht sind oder die Heizung tropft, muss das der Vermieter wissen. Es geht darum, ein Fortschreiten des Schaden möglichst zu verhindern.
  • Selbst verursachte Schäden beseitigen. Wer als Mieter einer Mietwohnung einen Schaden an der Wohnung verursacht (an Einbauten, Böden, Fliesen etc.), muss diesen auf eigene Kosten beseitigen. Evtl. ist der Vermieter zu informieren.
  • Heizen und Lüften. Beides dient nicht nur dem eigenen Wohlgefühl sondern auch dem Erhalt der Wohnung. Ohne Heizung können Schäden entstehen, fehlenden Lüftung lässt Schimmel wachsen.
  • Renovierung und Schönheitsreparaturen. Sind eigentlich Vermietersache. Der kann sie jedoch im Vertrag an den Mieter weitergeben. Das sind meist Tapezier- und Streicharbeiten (auch die Reinigung von evtl. vorhandenen Teppichböden). Um alles andere muss sich der Vermieter kümmern.

Wofür der Vermieter sorgen muss

Instandhaltungs- und Verschleißreparaturen, Sicherheit von Installationen (Elektro, Gas, Wasser usw.), Heizungswartung und Reparatur, die Abrechnung der Nebenkosten, das Eindämmen von Lärmquellen, die Einhaltung der Meldepflicht gehören zu den wichtigsten Vermieterpflichten. Reden Sie mit Ihrem Vermieter, wenn Unklarheiten über Rechte und Pflichten bestehen. Vertragsklarheit und Offenheit sind die beste Basis für ein gutes Mietverhältnis. Wenn Sie sich nicht einigen können, holen Sie Rechtsrat ein. Ihr guter Ansprechpartner ist ein Anwalt für Mietrecht. Bei ihm finden Sie versierte fachliche Unterstützung. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Mietrecht in Ihrer Nähe!


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