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Pacht ist nicht gleich Miete

Letzte Aktualisierung am 21.07.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Endlich die Chance, die Sie immer schon wollten: Man hat Ihnen ein Haus auf einem wundervollen, riesengroßen Grundstück zur Miete angeboten. Sie könnten dort endlich Ihren alten Traum verwirklichen und Schafe halten, Schafsmilch und Schafskäse herstellen und verkaufen und ganz gut davon leben. Stopp mal: Dürfen Sie das denn?

Miete und Pacht: Ein großer Unterschied

Mit einem Mietvertrag eigentlich nicht. Denn genau darin unterscheiden sich Pacht und Miete. Ein Mietvertrag gestattet Ihnen lediglich die Nutzung einer gemieteten Sache für eine bestimmte Zeit, sei es ein Auto, ein Grundstück oder eine Wohnung. Ein Pachtvertrag gestattet Ihnen, neben dem Nutzen des Pachtobjektes, auch das Erwirtschaften von Erträgen aus der gepachteten Sache, die so genannte "Fruchtziehung".

Wann ist Pacht besser?

Pachten und Mieten sind sich sehr ähnlich - eben mit dem kleinen aber feinen Unterschied der "Fruchtziehung", die für gewerbliche Anwender interessant ist. Pachtvereinbarungen beziehen sich daher in einem Großteil der Fälle auf eine gewerbliche Nutzung. Gaststätten und Hotels, Ackerflächen und Wald: Wer so etwas pachtet, will in aller Regel damit Geld verdienen. Und der Pachtvertrag verleiht ihm das Recht das zu tun. Private Pacht geht natürlich auch: Mit der Verpachtung eines Gartengrundstückes gibt der Verpächter auch den Ertrag des Grundstückes an den Pächter ab. Ein Mietvertrag kennt keine Fruchtziehung. Er schließt die Nutzung von Erträgen eines Mietobjektes normalerweise aus. Aber keine Bange: Natürlich dürfen Sie den Apfelbaum abernten, der auf dem Grundstück neben Ihrem gemieteten Häuschen steht (Es sei denn, das ist explizit im Mietvertrag anders vereinbart).

Tücken des Pachtvertrages

Dass Pachtverträge oft langfristig angelegt sind, ist klar. Wer eine geschäftliche Nutzung plant und ein Geschäft betreibt, will das nicht nur für ein paar Monate tun. Pächter und Verpächter gleichermaßen sind an Handlungssicherheit interessiert. Naturgemäß sind damit auch die Kündigungsfristen anders angelegt als bei Mietverträgen. Und entsprechend schwierig ist es, aus einem Pachtvertrag auszusteigen. Hier ist bereits vor Vertragsabschluss juristischer Rat angesagt.

Häufige Fehler

Häufig wird - beispielsweise bei der Verpachtung von Bars, Hotels oder Gaststätten, wertvolles Inventar mit verpachtet. Wie bei Mietverträgen auch, ist der Pächter verpflichtet, die Kosten bestimmter Erhaltungsleistungen zu tragen. Wer diese Leistungen in welchem Umfang trägt - weil sehr individuell auf das Objekt bezogen - muss auf jeden Fall zuvor zwischen Verpächter und Pächter vertraglich vereinbart werden.

Keinen Musterverträgen vertrauen!

Verlassen Sie sich beim Abschluss eines Pachtvertrages in keinem Fall auf überall erhältliche Muster-Pachtverträge. Suchen Sie gleich die Unterstützung eines versierten Anwalts und lassen Sie sich beraten. Erfahrene Anwälte können unter Umständen auch beurteilen, ob ein Pachtobjekt sein Geld wert ist - und einschätzen, ob der Verpächter oder Vorpächter Ihnen realistische (Ertrags-)Zahlen präsentiert haben. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Mietrecht in Ihrer Nähe!


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