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Arbeitsvertrag: Infos aus rechtlicher Sicht

Gehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis ein, wird in aller Regel ein Arbeitsvertrag vereinbart. Der Gesetzgeber stellt an diesen Minimalanforderungen. So reichen wenige Angaben im Arbeitsvertrag aus. Ansonsten gilt: Wenn nichts anderes vereinbart ist, greifen die gesetzlichen Bestimmungen. Die meisten Arbeitsverträge sind passagenweise identisch. Nach dem Motto: Was sich als einigermaßen rechtssicher erwiesen hat, wird weitergetragen. In aller Regel führen lediglich die unterschiedlichen Tätigkeiten zu signifikanten Unterschieden - oder wichtige Teilaspekte fehlen schlicht und ergreifend im Arbeitsvertrag.

Übliche Regelungen

Die meisten Arbeitsverträge enthalten die folgenden Angaben:
  • Inhalt der Tätigkeit
  • befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis
  • Vertragslaufzeit, Kündigungsmöglichkeiten
  • Vertragsbeginn
  • Probezeit
  • Arbeitszeit
  • Bezahlung inklusive ggf. Zusatzleistungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Provisionen
  • Betriebsrente, vermögenswirksame oder sonstige freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers
  • Arbeitszeiten, Pausen, ggf. Umgang mit privatem Surfen oder Telefonieren am Arbeitsplatz
  • ggf. Regelung zu Schichtarbeit, oder Arbeit am Wochenende oder an Feiertagen
  • Urlaub, insbesondere Anzahl der Urlaubstage
  • korrektes Verhalten bei Krankheit
  • Lohnfortzahlungen bei nahen Verwandten
  • Umgang mit Firmengeheimnissen oder datenschutzrechtlichen Bedingungen
  • Anspruch auf Erstellung eines Arbeitszeugnisses
  • Sonderregelungen bei Handelsvertretern, Arbeitern im Home Office / Telearbeit

Nichts vereinbart, was gilt?

Oftmals führen nicht vorhandene, sondern fehlende Formulierungen zu Streitigkeiten im Arbeitsrecht. Von welcher Regelung können die Vertragsparteien beispielsweise ausgehen, wenn die Angabe zur Art des Arbeitsverhältnisses oder zur Probezeit vollständig fehlt? Aus rechtlicher Perspektive heikel sind besonders die Fällen, in denen der Passus "Nebenabreden gibt es nicht" nicht enthalten ist. Dann hat eine Vertragspartei leichtes Spiel zu behaupten, das Eine oder Andere sei mündlich vereinbart worden. Das macht es letztlich auch für einen Arbeitsrichter schwer, eine nachhaltige Entscheidung zu treffen. Andere Beweise und stichhaltige Argumentation können dann helfen, die Entscheidungswaage in die ein oder andere Richtung zu neigen.

Kündigung von Arbeitsverträgen

Die meisten Streitigkeiten ergeben sich im Arbeitsrecht aber wohl in Zusammenhang mit einer Kündigung. Alle Verträge, die geschlossen werden, sind grundsätzlich auch kündbar. Möglichkeiten und Fristen ergeben sich aus dem Arbeitsvertrag, können aber auch im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung geregelt sein. Insbesondere ist dies bei Betriebsräten der Fall. Doch nicht nur die Art der Kündigung, ob fristgerechte Kündigung (z.B. betriebsbedingte Kündigung ) oder fristlose Kündigung, gibt Anlass für Streitigkeiten. Auch die Berechnung der korrekten Kündigungsfrist aufgrund der Beschäftigungsdauer kann unter Umständen einen Gang zum Anwalt notwendig machen. Denn wird eine Kündigung abgeschmettert, ist gleichzeitig viel Geld verloren gegangen. Erfahrene Anwälte für Arbeitsrecht finden Sie gleich hier.

Letzte Aktualisierung am 2016-03-24

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