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Aufhebungsvertrag: Er muss beiden Seiten nützen

Ein Aufhebungsvertrag sollte nur dann unterschrieben werden, wenn er ausdrücklich den eigenen Interessen nützt. Dies tritt insbesonders für viele Arbeitnehmer zu.

Vorteile für den Arbeitgeber

Ein Aufhebungsvertrag gilt als vorteilhaft für den Arbeitgeber. Damit kann das Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitnehmer schnell und zuverlässig beendet werden - eine kosten- und zeitsparende Alternative zur Kündigung, deren Ausgang vor dem Arbeitsgericht meist unsicher ist.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Die Gründe für ein Ende per Aufhebungsvertrag können vielfältig sein, einer der großen Vorteile ist, dass Arbeitnehmer bei dieser Art des Beschäftigungsendes meist eine Abfindung heraus handeln können, die unter normalen Umständen (ordentliche oder fristlose Kündigung ) vermutlich nicht oder nicht in dieser Höhe gezahlt würde. Besonders für diejenigen Arbeitnehmer, die an ihrem Arbeitsplatz bereits länger unglücklich sind oder bereits eine andere Jobzusage haben, kann ein Aufhebungsvertrag eine schnelle und lukrative Lösung sein. Allerdings hängt dies auch vom eigenen Verhandlungsgeschick ab.

Nachteile eher auf Arbeitnehmerseite

Insbesondere der Arbeitnehmer sollte dreimal überlegen, bevor er einen Aufhebungsvertrag unterschreibt. Prinzipiell gilt: Der Arbeitgeber kann ihn nicht zwingen. Der Angestellte muss nicht unterschreiben. Bei der Prüfung sollte vor allem berücksichtigt werden, dass mit dem Aufhebungsvertrag meist die gesetzliche Kündigungsfrist umgangen, d.h. diese "abgekürzt" wird. Berücksichtigt werden sollte auch, dass die Bundesagentur für Arbeit normalerweise eine Sperrfrist von zwölf Wochen verhängt. In dieser Zeit erhält er kein Arbeitslosengeld. Das Mitwirken am Arbeitsverhältnis-Ende hat für den Erhalt von Leistungen durch die Arbeitsagentur also die gleiche Auswirkung, als wenn ein Arbeitnehmer eigenmächtig kündigen würde. Als Ausgleich dafür ist es aus Arbeitnehmersicht so wichtig, dass erstens eine Abfindung fließt und zweitens, dass diese in der Höhe das entgehende Arbeitslosengeld möglichst auffängt.

Schnelle Vereinbarung am besten mit Expertenrat

Damit die Verhandlungen nicht unnötig in die Länge gezogen werden, empfiehlt sich eine detaillierte Vorbereitung durch einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht. Auch wenn dieser nur für eine Seite, also entweder nur für den Arbeitgeber oder für den Arbeitnehmer, tätig werden kann, wird er mit seiner ganzen Erfahrung eine Vorlage erarbeiten, die von der anderen Seite aller Voraussicht nach akzeptiert werden wird. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

Letzte Aktualisierung am 2016-03-29

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